Bayr zum Internationalen Tag der Familien: Familie ist, wo Liebe ist

Frauen sollen über Anzahl ihrer Kinder selbst entscheiden können

"Die Kernfamilie ist ein Konzept, das neben anderen modernen Konzepten besteht. Es verdient aber keinen Exklusivitätsanspruch mehr", betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages der Familien am 15. Mai. "Gleiche Liebe – gleiche Rechte hingegen ist eine Forderung, die endlich vollständig umgesetzt werden muss", ist die Nationalratsabgeordnete überzeugt. In etwa einem Drittel der Länder weltweilt wird Homosexualität noch als Delikt gesehen, in sieben Ländern mit der Todesstrafe geahndet. "Homosexualität zu diskriminieren, ist der völlig falsche Ansatz", sagt Bayr und fordert stattdessen, die sexuellen und reproduktiven Rechte weltweit zu stärken. Selbstbestimmte Liebe und selbstbestimmte Familienplanung sind dabei laut der Nationalratsabgeordneten der richtige Zugang.

"Alle Mädchen und Frauen haben das Recht, selber zu entscheiden, wie viele Kinder sie mit welchem Partner und zu welchem Zeitpunkt bekommen möchten", führt Bayr aus. Was sich banal anhört, sei leider nicht in allen Regionen der Welt selbstverständlich. Etwa 220 Millionen Frauen haben keinen Zugang zu modernen und effizienten Methoden der Familienplanung und "können so den Zeitpunkt einer Schwangerschaft und die Intervalle zwischen aufeinanderfolgenden Schwangerschaften nicht selbst bestimmen, obwohl sie dies gerne möchten", erläutert Bayr einen wesentlichen Aspekt der Selbstbestimmung.
 

Foto: Ursula Prager-Ramsa