Muttertag – Mutternacht: Bayr fordert mehr Entwicklungszusammenarbeit für die Frauen- und Mädchenförderung

Weltweit haben 225 Millionen Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln

"Zugang zu effektiven Verhütungsmitteln ist das Um und Auf für Frauen, um selbstbestimmt zu entscheiden, wann und wie viele Kinder sie bekommen möchten. Weltweit können 225 Millionen Frauen nicht verhüten, obwohl sie das gerne würden", betont Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich der Mutternacht, die vor dem Muttertag auf die Schattenseiten von Schwangerschaft und Geburt aufmerksam macht. Jährlich sterben weltweit 290.000 Frauen an Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt, 99 Prozent in den Entwicklungsländern. "Viele dieser Todesfälle wären durch medizinische Versorgung während Schwangerschaft und Geburt sowie durch den Zugang zu Verhütungsmitteln zu vermeiden", betont Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Die aktuelle Debatte um das Anheben der EZA-Mittel gibt auch die Möglichkeit, die Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte stärker zu unterstützen", fordert Bayr. Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit ist im Bereich der Frauen- und Müttergesundheit in der Vergangenheit schon aktiv gewesen, aber da geht noch mehr", ist Bayr überzeugt. Denn zu tun gebe es in diesem Schlüsselbereich sehr viel. "Täglich werden 39.000 Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Damit werden nicht nur deren grundlegende Menschenrechte verletzt, sondern sie werden auch in ihrem Kindsein, an ihrer Bildung und in ihrer ökonomischen Unabhängigkeit gehindert", betont Bayr.