Heinisch-Hosek gratuliert Rosa Logar zur Wahl in ExpertInnengruppe des Europarats gegen Gewalt an Frauen

In Österreich wird die Umsetzung der Istanbul-Konvention durch einen Nationalen Aktionsplan vorangetrieben

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gratuliert Rosa Logar zu ihrer gestrigen Wahl in die ExpertInnengruppe des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO), die mit der Kontrolle der Umsetzung der Istanbul-Konvention betraut ist. "Rosa Logar kenne und schätze ich als engagierte Kämpferin im Einsatz für Frauenrechte und für ein gewaltfreies Leben. Sie hat ganz wesentlich an der Ausarbeitung der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt mitgearbeitet und ich bin überzeugt, dass ihre Expertise und ihr Engagement eine wichtige Bereicherung sein wird", so Heinisch-Hosek.

Am 1. August 2014 ist die Istanbul-Konvention in Kraft getreten. Österreich hat dieses wichtige Instrument als einer der ersten Staaten ratifiziert. Die Konvention anerkennt Gewalt gegen Frauen als strukturelle Gewalt, zu deren wirksamen Bekämpfung eine gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung erwirkt werden muss. Ihr Geltungsbereich umfasst alle Formen der Gewalt gegen Frauen inklusive häuslicher Gewalt. Österreich hat die Konvention bereits weitgehend umgesetzt, sie bietet aber die Chance, Standards im Bereich Gewalt gegen Frauen international anzuheben und auch in Österreich die Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und zum Schutz der Opfer weiter voran zu treiben.

"Ich habe daher bereits 2013 eine interministerielle Arbeitsgruppe unter Vorsitz meines Ressorts mit der Ausarbeitung eines Nationalen Aktionsplans betraut, den die österreichische Bundesregierung im August des Vorjahres beschlossen hat. Mehr als 60 Maßnahmen werden 2014 bis 2016 gesetzt, sieben Ministerien – Justiz-, Innen-, Außen-, Sozial- Gesundheits- und Familienministerium, sowie mein Haus – arbeiten dabei, ganz im Sinne der Konvention, zusammen", so Heinisch-Hosek.
 

Foto: Astrid Knie