Wechsel an der Spitze der Vorarlberger SPÖ-Frauen

Nach zwölf erfolgreichen Jahren an der Spitze der SPÖ-Frauen übergibt Frauenvorsitzende Olga Pircher nun das Ruder an die 32-jährige Bürserin Veronika Keck. Olga Pircher blickt auf eine lange Amtszeit zurück, in der es ihr gelang, ihre wichtigsten politischen Ziele zu verwirklichen. Dazu gehört etwa der Ausbau der Kinderbetreuung im Land, die Schaffung schulischer Ganztagesangebote und die Einführung einer Frauenquote in den Landesbetrieben. Ein weiteres zentrales Anliegen war die Schaffung eines Frauengesundheitsinformationszentrums, das sie 2006 noch als Landtagsabgeordnete forcierte. Auf Olga Pirchers Initiative wurde auch das Landesfrauenförderungsgesetz auf seine Wirksamkeit hin geprüft und die daraus resultierenden Empfehlungen umgesetzt. In ihre Zeit als Frauenvorsitzende fällt auch der Ausbau des Gewaltschutzes für Frauen; seither steht für jeden Bezirk eine eigene Beraterin in der Gewaltschutzstelle zur Verfügung. Für die SPÖ-Frauen bedeutete der Vorsitz Pirchers auch eine Vielzahl an Bildungsreisen, Veranstaltungen und ein geselliges Miteinander.

Für die Anliegen der Frauen war Olga Pircher immer erreichbar. So half sie über Jahre vielen Frauen im Rahmen ihrer wöchentlichen Sprechstunden. Nach zwölf Jahren intensiven Einsatzes freut sich sie sich, ihre Agenden einer engagierten Nachfolgerin zu übergeben. „Ich denke, es ist eine gute Zeit, den Vorsitz zu übergeben. Veronika ist seit längerem politisch aktiv und voller Tatendrang. Als Alleinerzieherin kennt sie die Sorgen und Nöte der Frauen. Ich freue mich, meine Nachfolge in guten Händen zu wissen.“ Dank für das jahrelange Engagement Olga Pirchers kommt auch von SPÖ-Vorsitzendem Michael Ritsch. Gleichzeitig gratuliert er Veronika Keck zu ihrer neuen Aufgabe.

Die formelle Wahl der Nachfolgerin fand am Samstag den 25. April 2015 im Sozialzentrum Bürs statt. Als Ehrengast sprach Frauenministerin Heinisch-Hosek.
 

Foto: Astrid Knie