SPÖ Wien-Frauenkonferenz (1) – Häupl: Hetze und Bobo-Politik helfen jenen, die Hilfe brauchen, gar nicht!

Bürgermeister Michael Häupl eröffnete Konferenz der Wiener SPÖ Frauen, Grußworte von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek

Die Frauenkonferenz der Wiener SPÖ wurde von der Wiener Frauensekretärin LAbg. Nicole Berger-Krotsch am Samstag in den Sofiensälen eröffnet. Grußworte sprachen der Vorsitzende der Wiener SPÖ, Bürgermeister Michael Häupl und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

"Frauen sind einfach gscheiter und wählen SPÖ! Das ist ein besonderer Gender-Gap in Wien, an dem wir auch noch arbeiten", betonte der Vorsitzende der Wiener SPÖ, Bürgermeister Michael Häupl in seiner Begrüßung. Größte gemeinsame Forderung der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sei gleicher Lohn für gleiche Arbeit, "und dieser Aufgabe werden wir uns mit vollem Engagement stellen. Denn für uns geht’s darum, die Demokratie noch sozialer zu entwickeln", bezog sich Häupl auf die Frage der Partizipation. Dabei gehe es um Mitbestimmung in Betrieben durch eine starke Gewerkschaft oder um die Partizipation direkt vor Ort im Bezirk. "Wir werden die Bezirke bestimmt nicht entmachten, sondern die Mitbestimmung der BürgerInnen im Grätzel weiter verstärken!"

Bezugnehmend auf Quotenregelungen verwies er auf die Umsetzung der SPÖ Wien. "Bei uns gibt es keine Diskussionen über Quoten, wir machen das einfach!" So sei es auch kein Zufall, dass die Mehrheit der StadträtInnen Frauen seien. "Das ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Sozialdemokratie, die selbstverständlich ist, wir leben das und richten unsere Politik danach aus!" Die Frauenerwerbsquote liegt in Wien fast bei 80 Prozent, hier gibt es das dichteste Kindergartenbetreuungsangebot von ganz Österreich und umfassende Frauenförderung. "Das ist alles kein Zufall, das ist von uns so gewollt! Die Frauenerwerbsquote ist deshalb so hoch, weil wir Frauen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen wollen! Uns geht’s darum, dass Frauenpolitik Teil der Gesellschaftspolitik ist und diesen Weg gehen wir in Wien".

In diesem Sinne wies der Bürgermeister auf die UN-Gleichberechtigungskampagne "He for She" hin, die Männer dazu auffordert, gemeinsam aktiv für Gleichberechtigung zu kämpfen. Bürgermeister Michael Häupl unterstützt diese Kampagne, denn "wir kämpfen gemeinsam dafür die Gesellschaft zu verbessern". Im Gegensatz zu reaktionären Kräften in Wien, die "nur hussen oder die Millionäre schützen. Wer keine undemokratische Hetze-Politik will, der muss sozialdemokratisch wählen! Wir sind die einzige Partei, die sich der Sorgen und Ängste der Menschen annimmt. Denn Hetze und Bobo-Politik helfen jenen, die Hilfe brauchen, gar nicht!", bezog sich Häupl auf die bevorstehende Wien-Wahl im Oktober.

Zwtl.: Wien ist das Skandinavien Österreichs Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek wies in ihren Grußworten auf die Vorbildwirkung Wiens hin. "Wien ist das 'Skandinavien' Österreichs was die Gleichstellung, die Vereinbarkeit, die Frauenförderung betrifft", so Heinisch-Hosek. Wien ist das Bundesland, in dem die Einkommensschere am kleinsten ist. Die Betreuungsquote bei Kleinkindern liegt bei 43 Prozent und die Stadt hat bundesweit die niedrigste Zahl an Schließtagen in Kindergärten in den Ferien und die längsten Öffnungszeiten". Positiv hob Heinisch-Hosek auch das Projekt – Wienerinnen schreiben Wahlprogramm – hervor. Bei diesem Projekt sind Interessierte aufgerufen, Ideen für eine lebenswerte frauenfreundliche Stadt einzusenden. "Hier haben wir im Bund mit unserem Onlinepartizipationsprozess sehr gute Erfahrungen gemacht. Es gibt vieles was mich als Bundesfrauenvorsitzende auf eure Organisation stolz sein lässt und ich wünsche euch eine tolle Konferenz und viel Erfolg für die nächsten Monate".