Landesfrauenvorsitzende LRin Dunst „Falsche Schönheitsideale machen krank“

Heinisch-Hosek sprach sich bereits wiederholt gegen viel zu dünne Models und überretuschierte Werbefotos aus. Nachdem Frankreich jüngst beschloss, unterernährte
Mannequins von den Laufstegen zu verbannen, will sie den Rückenwind für eine Regelung in Österreich nutzen.

„Ein falsches Schönheitsideal aus der Modeindustrie kann krank machen“, so LRin Verena Dunst. Auf Bundeseben wäre eine Verordnung in der Gewerbeordnung, die etwa Modelagenturen die Anstellung von Frauen und Männern unter einem bestimmten Body-Mass-Index (BMI) untersagt, vorstellbar. In Frankreich etwa würden Agenturen bestraft, die zu dünne Models beschäftigen: „Die Schuld ist nicht beim Model, sondern bei denen, die sie anstellen, wenn sie ein gewisses Körpergewicht unterschreiten“, so die SP-Landesfrauenvorsitzende Dunst weiter.
Kennzeichnung für bearbeitete Bilder
Was die Bildbearbeitung betrifft, wäre es „natürlich sinnvoll“, wenn es Vorgaben für internationale Kampagnen gäbe. Mit Bildprogrammen bearbeitete Frauenkörper sollten gekennzeichnet werden, fordert Dunst: „Diese Debatte sollte man unbedingt wieder aufnehmen, im Burgenland, aber auch österreichweit gab es dazu bereits etliche Kampagnen“, so Dunst. Die Kennzeichnung könnte entweder mit einem Ampelsystem erfolgen – ein grüner Punkt stünde etwa für leichte Bildbearbeitung, ein roter für grobe Veränderungen – oder einem schriftlichen Hinweis: „Dieses Bild ist bearbeitet“.
In unserer 2014 groß angelegten Befragung zum Thema Gesundheit unter Frauen jeder Altersgruppe kam neben anderen, eine Aussage klar zu tragen: 80 bis 90 Prozent der Mädchen und Frauen sind unzufrieden mit ihrem Körper. Fast die Hälfte hält sich für übergewichtig – tatsächlich sind es jedoch nur sechs Prozent, bringt Dunst die erschreckenden Fakten auf den Tisch.

Was tut das Burgenland hinsichtlich Aufklärung und Prävention
Entgegen jeder Realität gehen manche Meinungen zum geplanten Vorstoß unserer Bundesfrauenvorsitzenden in die falsche Richtung. Hier sollen Bürgerinnen und Bürger nicht bevormundet werden, sondern klar unsere Kinder vor krankmachenden Idealvorstellungen über den perfekten Körper geschützt werden. Neben Regelungen auf gesetzlicher Ebene braucht es daher auch Maßnahmen zur Aufklärung, zur Prävention und auch zur Vermittlung eines gesunden Lebensstils. „Wir im Burgenland nehmen diese Aufgaben sehr ernst“, so Dunst „Bereits seit Jahren haben wir viel getan dafür. Angefangen vom gesunden Dorf, der gesunden Jause in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, der Aufklärungsarbeit gemeinsam mit Mona.net, der Frauengesundheitsmesse bis hin zu der Arbeit vieler Ortsfrauengruppen auf kommunaler Ebene, die vielerorts Laufgruppen, Walkinggruppen, Gesundheitsstammtische, Vorträge und vieles mehr organisieren! Ich bin stolz darauf, dass wir viel tun. Dazu gehört aber auch die vollste Unterstützung der Frauenministerin Heinisch-Hosek zu gesetzlichen Regelungen im Bund“, bekräftigt Dunst abschließend.