Yildirim zum Equal Pay Day: „Frauen verdienen mehr!“

Frauen in Österreich müssen bis zum heutigen Tag arbeiten, um gleich viel zu verdienen wie Männer bis Ende 2014. In Tirol verdienen Männer im Schnitt 44.156,-, Frauen 32.776,- Euro brutto bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung. Das ist ein Unterschied von 25,8%. Für SPÖ Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim ist der Equal Pay Day einmal mehr Anlass, die bessere Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zu fordern. Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen müssen ausgebaut, Einkommensberichte und Frauenförderung vorangetrieben werden.

Seit 2011 müssen große Unternehmen Einkommensberichte erstellen. Seit 2014 gilt das auch für Betriebe über 150 Mitarbeiterinnen. Die Einkommensberichte sind ein starkes Instrument, um nachzuvollziehen, wie hoch die Gehälter von Frauen und Männern in einer Verwendungsgruppe sind.
„Für BetriebsrätInnen ist dies eine wertvolle Hilfe, um Unterschiede beim Einkommen gegenüber der Betriebsleitung zu thematisieren und zu beheben. Aus den Ergebnissen der Einkommensberichte sollen Konsequenzen gezogen werden. Wichtige nächste Schritte sind eine bessere Bekanntmachung der Ergebnisse, die Einklagbarkeit sowie verpflichtende Verhandlungen mit dem Betriebsrat und Aktionspläne, die auf den Analysen der Einkommensberichte aufbauen“, fordert Yildirim.
Zielführend sind spürbare, gesetzlich verankerte Sanktionen, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass gegen Einkommensdiskriminierung vorgegangen wurde und keine Maßnahmen zur Verbesserung getroffen wurden.

Frauenförderung gesetzlich verankern

Frauen sollen in Unternehmen konsequent gefördert werden. Frauenförderung kann ganz unterschiedliche Bereiche betreffen, von der Einstellung über die Weiterbildung, die Karriere bis hin zum Thema Vereinbarkeit. Wichtig ist ein strategischer Maßnahmenplan. Die SPÖ-Frauen und FSG-Frauen setzen sich für eine Verankerung von Frauenförderung und Frauenförderplänen als erzwingbare Betriebsvereinbarungen im Arbeitsverfassungsgesetz ein. Die Maßnahmen zur Frauenförderung und das System der Personalplanung und Personalentwicklung im Betrieb sollen ständig gemeinsam mit dem Betriebsrat aufeinander abgestimmt werden. Verpflichtende Frauenförderung im Betrieb ist ein sinnvolles Mittel, um der systemischen Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken. Zielführend ist daher die Koppelung der Auftragsvergabe an Frauenförderung, wie es zum Beispiel schon viele Ministerien machen.

Frauen profitieren von der Steuerreform.

Die SPÖ-Frauen konnten ihre zentralen Forderungen bei der Steuerreform durchsetzen.. Auch Bezieherinnen von niedrigen Einkommen werden durch die Steuerreform stark entlastet. Die Steuergutschrift (Negativsteuer) wird mehr als verdreifacht (auf 400 Euro). Der Eingangssteuersatz wird auf 25 Prozent gesenkt.
„Von dieser Steuerreform werden Frauen am Ende des Tages im eigenen Geldbörsel etwas spüren, und dadurch auch ein Stück weit zu mehr finanzieller Unabhängigkeit kommen“, so Yildirim.
Unter https://klub.spoe.at/steuerreform können ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen ihre jährliche Ersparnis erfahren.

Jede Frau soll von ihrem Einkommen leben können

Berufszweige, in denen viele Frauen arbeiten, werden meist deutlich schlechter entlohnt. So verdient eine Friseurin beispielsweise deutlich weniger als ein Mechaniker. Notwendig ist auch eine bessere Anrechnung der Karenzzeiten. Wir wollen Frauen auch Mut machen, Berufe zu ergreifen, in denen die Einkommenschancen höher sind. Wichtig ist auch die kollektivvertragliche Anhebung der Mindestlöhne auf 1.500 Euro.

Kinderbildungseinrichtungen ausbauen

Flächendeckende und qualitativ hochwertige Kinderbildungseinrichtungen in ganz Österreich sind die Voraussetzung, dass Eltern Beruf und Job vereinen können. Die Regierung hat eine große Ausbauoffensive für die Kinderbetreuung beschlossen. 305 Millionen Euro werden für den Ausbau der Kinderbetreuung und 800 Millionen Euro werden investiert, um das Angebot an Ganztagsschulplätzen zu erweitern.