Equal Pay Day: Frauen sind im Vormarsch

Blatnik: Lohnschere schließt sich langsam. Frauen profitieren von der Steuerreform. Frauenförderung gehört gesetzlich verankert und Kinderbildungseinrichtungen rasch ausgebaut.

Am Dienstag, dem 31. März 2015, ist Equal Pay Day. Ein Tag, der die Lohnschere zwischen Mann und Frau aufzeigt. Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit, unabhängig des Geschlechtes, ist für die SPÖ ein wichtiges Anliegen. Unter dem Motto „Wir schau’n, dass den Frauen genug im Börsel bleibt“ unterstreichen die SPÖ-Frauen die Forderung auf dem Weg zur Lohngerechtigkeit. Im Streben gegen Einkommensdiskriminierung müssen Unternehmen über 150 MitarbeiterInnen seit dem Jahr 2014 Einkommensberichte vorlegen. Eine wichtige Errungenschaft für PersonalvertreterInnen zur Kontrolle der Höhe der Gehälter in einem Unternehmen.

BRin Ana Blatnik, die Kärntner Landesfrauenvorsitzende der SPÖ-Frauen, sieht auf dem Weg zur Schließung der Lohnschere einen ersten Erfolg in der Steuerreform. „Die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent kommt allen Frauen zu Gute, die weniger als 25.000 Euro Einkommen beziehen. Durch die mehr als Verdreifachung der Negativsteuer und der Steuergutschrift bleibt am Ende des Monats den Frauen mehr Geld in der Brieftasche“, freut sich Blatnik, dass sich die SPÖ Frauen in dieser wichtigen Thematik gegen die ÖVP im Bezug auf die Steuerreform durchgesetzt haben.

Ein nächster Schritt, die Lohnschere zu schließen, liegt in der gesetzlichen Verankerung von Frauenförderung und Frauenförderplänen als erzwingbaren Betriebsvereinbarungen im Arbeitsverfassungsgesetz. „Eine verpflichtende Frauenförderung in Betrieben ist ein sinnvolles Mittel, um der systemischen Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken“, ist Blatnik überzeugt. Als ebenso wichtigen Schritt zur Lohngerechtigkeit sieht Blatnik die rasche Umsetzung des Ausbaues von flächendeckenden, qualitativ hochwertiger, Kinderbildungseinrichtungen in ganz Österreich. Per Regierungsbeschluss werden 305 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung und weitere 800 Millionen Euro zur Erweiterung des Angebotes an Ganztagesschulen investiert. „Diese Ausbauoffensive bildet die Voraussetzung, dass Frauen Beruf und Familienleben vereinen können.“
 

Foto: Parlamentsdirektion/WILKE