Kucharowits: Jugendbeteiligung bei Kinderrechte-Enquete war voller Erfolg

Parlament fordert bessere Bedingungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Anlässlich der gestrigen Diskussion im Parlament über das stenographische Protokoll zur Kinderrechte-Enquete fordert die SP-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits: "Wir müssen die diskutierten Themen aufgreifen und die Forderungen von jungen Menschen nicht nur ernst nehmen, sondern auch umsetzen". Ein erster Erfolg dabei sei der am Mittwoch im Parlament beschlossene Antrag für bessere Bedingungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Zum ersten Mal gab es im Rahmen einer parlamentarischen Enquete einen Jugendbeteiligungsprozess. Jugendliche haben sich im Vorfeld in Workshops auf die Themen vorbereitet und dann ihre Lebensrealitäten und Forderungen im Parlament präsentiert. Kucharowits bedankt sich bei den beteiligten Jugendlichen für ihr Engagement und ihre beeindruckenden Ausführungen.

Aus allen Diskussionen mit Kindern und Jugendlichen, so auch bei der Enquete zu 25 Jahren Kinderrechte, sei klar hervorgegangen, dass junge Leute mitgestalten möchten. "Aber sie wollen vor allem informiert sein. Das bedeutet, Information ist das Um und Auf", so Kucharowits. In diesem Zusammenhang spricht sich die Jugendsprecherin erneut für ein eigenständiges Unterrichtsfach "Politische Bildung" aus. "Aber um diese Forderung – die von den meisten Parteien des Parlaments vertreten wird – umzusetzen, braucht es ganz klar mehr Geld für den Bildungsbereich. Deshalb der Appell an den Finanzminister, Geld dafür aufzustellen und bereit zu machen. Die jungen Leute brauchen es, um in einer modernen und aufgeklärten Demokratie mitbestimmen zu können", zeigt sich Kucharowits überzeugt.

Als ersten Erfolg aus der Kinderrechte-Enquete nennt Kucharowits den gestern beschlossenen Entschließungsantrag, der die Innenministerin und die Familienministerin auffordert, die Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu verbessern. "Die momentanen Umstände, in denen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich leben müssen, sind einfach nicht mehr tragbar. Hier muss gehandelt werden, um diesen jungen Leuten endlich eine kindgerechte Versorgung zu bieten", so Kucharowits abschließend.

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS