Zweites SPÖ-Ideenforum in der Wiener Urania eröffnet

„Prozess auf diesem Niveau ist in der Geschichte der Sozialdemokratie einzigartig“

Das zweite SPÖ-Ideenforum ist heute, Samstag, in der Wiener Urania von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos, dem Wiener SPÖ-Landesparteisekretär Georg Niedermühlbichler, Programm-Koordinator und PVÖ-Präsident Blecha sowie SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner, die als Moderatorin durch den Tag führt, eröffnet worden. Am Nachmittag wird in fünf Panels gemeinsam mit ExpertInnen zu den Bereichen Verteilungsgerechtigkeit, Europa, Vielfalt und Zusammenleben, Geschlechtergerechtigkeit sowie Bildung diskutiert. Um 19.00 Uhr werden die Ergebnisse dann im Zuge einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert. ****

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos bedankte sich bei den TeilnehmerInnen für das rege Interesse und ihre Bereitschaft, Anregungen und Ideen für das neue Parteiprogramm mit der SPÖ zu teilen. "Ein Prozess auf diesem Niveau und mit diesen Möglichkeiten der Mitbestimmung ist in der sozialdemokratischen Parteiengeschichte in Österreich einzigartig. Wir nehmen diesen Prozess sehr ernst und nehmen uns deswegen bis 2016 Zeit, an einem zeitgemäßen Programm zu arbeiten", betonte Darabos in seinen Grußworten.

Erstmals in der Geschichte der SPÖ können alle Mitglieder an einem Parteiprogramm nicht nur mitschreiben, sondern am Ende des Prozesses auch darüber abstimmen. "Das ist eine neue Qualität der Mitbestimmung, die auch die Mitgliedschaft in der SPÖ aufwertet", so Darabos weiter. Offenheit, Transparenz und Mitbestimmung werden im Zuge des programmatischen und organisatorischen SPÖ-Reformprozesses groß geschrieben. Das Format der Ideenforen, moderierte Diskussionen in den Bezirken sowie eine geplante Online-Diskussion sind genau diesen Prämissen geschuldet. "Im Gegensatz zu anderen Parteien, die ihren Mitgliedern Suggestivfragen stellen, nehmen wir unseren Reformprozess ernst."

Karl Blecha, einer der inhaltlichen Programm-Koordinatoren und PVÖ-Präsident, strich in seinem Statement die Notwendigkeit hervor, auch programmatisch neuen Entwicklungen und Umbrüchen Rechnung zu tragen. "Wir leben in einer Welt des Umbruchs, in einem digitalen Zeitalter, in dem sich vieles rasant verändert. Wir brauchen diesen Diskussionsprozess und ich bin überzeugt, dass die Erstellung des Textes genauso wichtig ist, wie der Text selbst. Weg und Ziel sind gleichwertig", sagte Blecha. Die Ergebnisse des Wiener Ideenforums werden mit jenen aus Salzburg verglichen und in die zweite Prozessphase einfließen.

Für Georg Niedermühlbichler, Landesparteisekretär der SPÖ Wien, bedeutet der Programmprozess auch "ein Besinnen auf die sozialdemokratischen Grundwerte". Er machte in seiner Rede klar, wie wichtig es im Zuge des Reformprozesses ist, "dass wir möglichst viele Menschen einladen, mitzumachen. Das ist genau der richtige Weg." Weiters überbrachte Niedermühlbichler beste Grüße vom Wiener SPÖ-Vorsitzenden, Bürgermeister Michael Häupl.