Wurm: Förderung von Frauen in der Wissenschaft wirkt

30 Prozent der Antragstellerinnen beim Wissenschaftsfonds FWF sind Frauen

"Dass sich der Anteil von Frauen als Antragstellerinnen beim Wissenschaftsfonds FWF erhöht hat und mittlerweile auch die Bewilligungsquote bei Männern und Frauen gleich hoch ist, ist überaus erfreulich", stellte SPÖ-Bereichssprecherin für Frauen und Gleichstellung Gisela Wurm heute, Dienstag, anlässlich der veröffentlichten Gender-Bilanz des FWF fest. "Der Anteil an Antragstellerinnen beläuft sich derzeit auf rund 30 Prozent. Hier geht noch mehr, denn Frauen leisten als Forscherinnen exzellente Arbeit und müssen gefördert werden. Doch ist die Steigerung seit 2005, wo es noch etwa 20 Prozent waren, beträchtlich, die Entwicklung geht also in die richtige Richtung", so Wurm.

Einrichtungen wie das Hertha-Firnberg- und Elise-Richter-Programm lobt Wurm als Möglichkeiten, die Forschungsarbeit von Wissenschafterinnen über mehrere Jahre zu finanzieren. "Das bringt Planungssicherheit und genügend Ressourcen, um zu Ergebnissen zu gelangen und sich in der jeweiligen Wissenschaftssparte zu etablieren", ergänzt Wurm.

"Es ist deutlich geworden, dass Begleitmaßnahmen wie Coachings und das Aufbauen von Netzwerken Früchte getragen haben. Ebenso ist die Zusammensetzung der über Förderungen entscheidenden Gremien und der hohe Frauenanteil in diesen ein wichtiger Faktor, denn Frauenförderung wird hier in beide Richtungen ernst genommen. Hierzu möchte ich dem FWF gratulieren", hält Wurm fest.

Frauen, die als Wissenschafterinnen arbeiten und eine weitere Karriere anstreben, sollen bestmöglich unterstützt werden. "Wir müssen die gläserne Decke in der Forschungslandschaft als auch in Gremien von Universitäten und anderen Hochschulen durchbrechen. Die Politik hat hierfür schon die Rahmenbedingungen geschaffen", erklärt Wurm und verweist auf die letzte Novelle des Universitätsgesetzes, wo bereits eine 50-prozentige Frauenquote für Kollegialorgane und Gremien an Universitäten in den Bestimmungen, die für alle Universitäten gelten, festgeschrieben wurden.

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS