Schmidt: Steuerreform nicht auf Kosten der Frauen

SPÖ Frauen NÖ: Nein zu Verknüpfung der Entlastung mit Frauenpensionsalter

"Dass die ÖVP nun erneut eine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters als Abtausch-Thema und Druckmittel zu Vermögenssteuern präsentiert, lässt tief blicken – die ÖVP möchte demnach Frauen noch weiter in die Altersarmut drängen. Das kommt für uns aber nicht in Frage, denn gerade Frauen über 50 Jahre sind überdurchschnittlich stark von Arbeitslosigkeit betroffen – die Pläne der ÖVP würden diese Situation noch weiter verschärfen", so die SPÖ NÖ Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt im Zuge der aktuellen Debatte über die Steuerreform. Der ÖVP gehe es nur darum, mit dem Blockieren von Vermögenssteuern – zu denen auch Erbschafts- und Schenkungssteuern gehören – die Höchstverdiener zu schützen und weiterhin die Masse der SteuerzahlerInnen zu belasten. Außerdem sei eine schrittweise Anhebung des Frauenpensionsalters beschlossen: Mit dem Jahr 2033 werden alle Frauen bis 65 Jahre arbeiten.

"Ohne eine tatsächliche Gleichstellung von Frauen ist die sprunghafte Anhebung des Pensionsantrittsalters eine weitere Schlechterstellung von Frauen. Dazu sagen wir ganz klar NEIN!", stellt Schmidt unmissverständlich fest: "Das Argument, dass Frauen mit einer längeren Berufstätigkeit eine höhere Pension beziehen würden, stimmt schlicht und einfach nicht. Durch den lebenslangen Durchrechnungszeitraum haben die letzten Arbeitsjahre null Auswirkungen auf eine höhere Pension." Deshalb müsse man die niedrigen Frauenpensionen dort thematisieren, wo sie entstehen: Bei den geringen Einkommen im Berufsleben, bei den langen Berufsunterbrechungen und bei Teilzeitarbeit, weil Frauen noch immer die Rahmenbedingungen fehlen, damit Beruf und Familie auch tatsächlich vereinbar werden. "Die besten Einkommensjahre von Frauen sind demnach noch immer von kurzer Dauer", fordert Schmidt gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, Kinderbildungseinrichtungen ab dem ersten Lebensjahr von Kindern und Ganztagsschulen als ersten Schritt für mehr Wahlmöglichkeiten von Frauen.