FSG-Fetik: Anhebung des Frauenpensionsalters in Zeiten der Rekordarbeitslosigkeit verantwortungslos

Gleichstellung an der Wurzel angehen

"Das Frauenpensionsalter früher als vereinbart an jenes der Männer anzugleichen wäre gerade in Zeiten neuer Rekordarbeitslosigkeit verantwortungslos und zynisch und wäre ein eklatanter Vertrauensbruch von Seiten der Politik", so die Vorsitzende der FSG-Frauen(Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) Ilse Fetik.

Schon jetzt ist der Prozentsatz jener Frauen, die von der Arbeitslosigkeit in die Pension wechseln sehr hoch. "Nur weil die ÖVP offenbar nicht den Willen hat, Superreiche und Vermögende als Basis einer sinnvollen Steuerreform mit entsprechender Gegenfinanzierung zu belasten, kramt sie eine Maßnahme hervor, die das Vertrauen in die Politik nachhaltig Schaden zufügen und obendrein aktuell die Arbeitslosenrate weiter in die Höhe treiben würde", so Fetik.

"Gleichstellungspolitik, die diesen Namen auch verdient, muss dort ansetzen, wo die Frauen unmittelbar negativ betroffen sind. Etwa bei der fairen Bezahlung von Mehrstunden bei Teilzeit oder überfälligen Reformen im Urlaubsrecht, Stichwort sechste Urlaubswoche. Das Pensionssystem entlastet man am besten dadurch, dass man die Beschäftigungschancen älterer ArbeitnehemerInnen verbessert. Umso unverständliche ist es, dass die ÖVP das im Regierungsübereinkommen vereinbarte Bonus-Malus-System blockiert", so Fetik abschließend
 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS