Heinisch-Hosek: Bewusstsein von Digital Natives für Gefahren im Netz schärfen

Aktions-Monat für kritischen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien

Unter dem Motto "Gemeinsam für ein besseres Internet" findet heute der zwölfte internationale Safer Internet Day statt. Diesen Tag nimmt sich das BMBF erneut zum Anlass, um gemeinsam mit der Plattform saferinternet.at zu einem Aktions-Monat für Schulen aufzurufen. Kinder und Jugendliche wachsen mit den digitalen Medien wie selbstverständlich auf. Dass dabei die Sicherheit nicht immer an erster Stelle steht, soll dadurch geändert werden: "Die Initiative fördert das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit der eigenen Privatsphäre im Netz und den möglichen Konsequenzen", erklärt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "An Hand von Projekten eigenständig einen kritischen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu erlernen, ist der beste Weg um sicherzustellen, dass auch die "Digital Natives" sicher im Netz unterwegs sind", so Heinisch-Hosek, die den heutigen Tag auch dazu nutzt, sich an der Neue Mittelschule Schopenhauerstraße selbst ein Bild von aktuellen Projekten zu machen.

Es gibt viele Möglichkeiten, mobile Geräte im Unterricht pädagogisch sinnvoll einzusetzen. "Die reale Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen muss auch im Klassenzimmer eine Rolle spielen. Verbote sind hier nicht zielführend", ist die Ministerin überzeugt. Das Schulforum der Neuen Mittelschule Schopenhauerstraße sah das genauso: Das Smartphone-Verbot ist seither Geschichte, stattdessen erstellen die SchülerInnen mit einem speziellen Programm "Learning-Apps" für ihre MitschülerInnen oder nutzen ihr Handy zur Recherche im Unterricht. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Gefahren fließt nicht nur in den Unterricht ein, sondern wird auch durch ein Peer Learning Projekt zusätzlich unterstützt – Sogenannte e-coaches informieren ihre MitschülerInnen, unterstützen ihre LehrerInnen und werden dabei selbst zu ExpertInnen.

"Das Internet bietet viele Chancen, wie den raschen Zugang zu Informationen. Die Neue Mittelschule Schopenhauerstraße ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Vorteile des Internets und moderner Technologien für den Unterricht gewinnbringend genutzt werden können", so Heinisch-Hosek. "Voneinander und miteinander lernen ist genau der richtige Weg. Mir hat besonders gut gefallen, wie respektvoll und wertschätzend miteinander umgegangen wird. Da kann auch eine Schülerin dem Lehrer mal sagen wie es funktioniert, da wird auf Augenhöhe zusammengearbeitet", beschreibt die Ministerin ihre Eindrücke.

Alle Schulen sind eingeladen, die sichere Nutzung von IKT, Internet und Social Media im Unterricht zu thematisieren und eigene Projekte umzusetzen. Über 190 Schulen haben diesen Schritt schon gesetzt und sich auf saferinternet.at registriert. Dort findet sich auch eine Best-Practice-Projektsammlung und viele Informationen und Unterlagen für den Unterricht. Unter allen bis 08. März eingereichten Erfahrungsberichten, werden tolle Preise verlost. Zusätzlich gibt es heuer auch zum ersten Mal einen Spezialpreis für Projekte zum Thema "Gender und Safer Internet.
 

Foto: BKA/Hans Hofer