Treffen der LandesschulratspräsidentInnen: Heinisch-Hosek erfreut über grundlegenden Konsens in der Integrationsdebatte

Probleme sollten anders und zielgerichtet gelöst werden, so der Grundkonsens des Treffens mit der Bildungsministerin.

Thema beim Treffen der LandesschulratspräsidentInnen mit Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek war unter anderem die derzeit vorherrschende Integrationsdebatte und der Vorschlag, SchülerInnen mit Sanktionen zu belegen, wenn sie sich als "integrationsunwillig" zeigen würden. Bundesministerin Heinisch-Hosek präsentierte die Maßnahmen des Ministeriums im Kampf gegen Extremismus wie etwa 300 Gratisworkshops im Bereich De-Radikalisierung für die Schulen, Präventionsbeamte in der LehrerInnenausbildung, ein Schwerpunkt im Bereich Fortbildungsangeboten und die Ergebnisse des gestrigen ExpertInnengipfels "Bildung gegen Extremismus".

Die Bildungsministerin zeigte sich erfreut über die konstruktive Sitzung und über die breite Diskussion über das Thema Sanktionen gegen SchülerInnen. "Es war ein breiter Konsens spürbar, dass alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssten. Strafdienste zu leisten, entspricht nicht dem pädagogischen Anspruch im Umgang mit Kindern."

Es könne aus pädagogischer Sicht dieser Idee nicht zugestimmt werden, denn Sanktionen wären nur eine recht oberflächliche Lösung. Bundesministerin Heinisch-Hosek zeigt sich über die mehrheitliche Positionierung zum pädagogischen Weg in der Integrationsdebatte sehr erfreut.

"Wir setzen auf Vereinbarungskultur und Prävention. Wir müssen verstehen, wie "andere" denken. Strafen zu verteilen ist keine Lösung, sondern würde nur die Kluft zwischen den SchülerInnen, innerhalb des Klassenverbandes vertiefen. Solch ein Vorschlag greift in der aktuellen Diskussion eindeutig zu kurz", so die Ministerin abschließend.
 

Foto: Astrid Knie