Neujahrsempfang der SPÖ Frauen im Zeichen der politischen Vielfalt

Preisträgerin Sonja Ablinger mit Dr.in Heide Schmidt und Landesfrauenvorsitzender LAbg. Sabine Promberger

Der traditionelle Neujahrsempfang ist die erste große Veranstaltung, mit der die SPÖ Frauen OÖ ins neue Jahr starten und zu dem die neue Landesfrauenvorsitzende LAbg. Sabine Promberger gestern im Offenen Kulturhaus in Linz wieder rund 120 Frauen aus Politik, Wissenschaft und Kultur begrüßen konnte. Der Frauenneujahrsempfang ist ein Treffen für ungezwungenen Austausch und Vernetzung, bei dem schon viele gute Ideen und Initiativen ins Leben gerufen wurden. Im Mittelpunkt stand heuer die langjährige SP-Frauenvorsitzende Sonja Ablinger, die für ihren Einsatz um die Gleichberechtigung der Frauen mit dem jährlich vergebenen Anerkennungspreis in Höhe von 1000 Euro ausgezeichnet wurde. Das Preisgeld wird sie dem Projekt Verein „Frau – Kriegsopfer“ (www.zzi.at) und FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in OÖ (http://fiftitu.at) spenden.

„Sonja Ablinger war keine Leise, sie hat immer an vorderster Stelle gekämpft, hat sich nie verbogen und ist immer für die Sache der Frauen eingestanden. Sie hat auch der SPÖ eine Breite gegeben, die ihr gut getan hat“, würdigte Sabine Promberger die Verdienste ihrer Vorgängerin. Sie betonte, dass eine starke Sozialdemokratie wichtig sei, um den Anliegen der Frauen den notwendigen Stellenwert zu geben, z.B. beim Eintreten gegen die Kürzung der Wohnbeihilfe durch die FP. Themen wie die Integrationsdebatte und Asylfragen bräuchten ebenfalls ein besonderes politisches Augenmaß, so Promberger.

Die Gründerin des Liberalen Forums, Dr.in Heide Schmidt, beleuchtete in ihrer Laudatio das politische Wirken von Sonja Ablinger als ehemalige politische Kollegin im Parlament, als politisch interessierte Bürgerin und als langjährige Freundin. Sie zeigte dabei das Spannungsfeld einer/eines Abgeordneten zwischen persönlicher Verantwortung und Parteiräson auf und betonte: „Das Wesen einer Demokratie liegt darin, dass sie nicht vor den Parteizentralen halt macht und auch innerhalb stattfindet.“ Wenn man jemanden nicht überzeuge könne, gelte es abzuwägen, penibel zu recherchieren, die sachlichen Argumente auf den Tisch zu legen. Loyalität dürfe nicht so weit gehen, gegen die eigene Überzeugung zu stimmen und sich einer Mehrheit zu beugen. Das könne niemand wollen – in keiner Partei“, betonte Schmidt. Es sei ein Dienst an der Demokratie, wenn jemand aufsteht und erklärt, warum er A sagt und nicht B.

An Ausdauer, Hartnäckigkeit, Sensorium und Kraft sei Sonja Ablinger kaum zu überbieten, wenn es um den Einsatz für die Gleichberechtigung der Frauen gehe. Frauenpolitik erwirke ihre Stärke in einem öffentlichen Bündnis, das die richtigen Themen setzt, Druck in die eigene Organisation hinein erzeugt und solidarische Allianzen schmiedet. „Der Frauenempfang, bei dem auch die Idee zum „Frauenbündnis 8. März“ geboren wurde, und zu dem jedes Jahr so viele Frauen aus den verschiedensten Bereichen und Beratungseinrichtungen kommen, zeigt, wofür unsere Frauenpolitik steht“, hielt Ablinger fest und betone: „Ich bin zwar als Frauenvorsitzende zurückgetreten, nicht aber als aktive und engagierte Feministin!“

Marie 2015 – wie Frauen Recht bekommen

Traditionellerweise wurde beim Neujahrsempfang auch die Neuauflage der „Marie“ präsentiert. Die jedes Jahr auf den neuesten Stand gebrachte Frauenratgeberin kann ab sofort im SPÖ-Landesfrauenbüro sowie in den SPÖ-Bezirksgeschäftsstellen abgeholt werden. Infos wie sie kostenlos zu ihrer Marie kommen unter: frauen-ooe@nullspoe.at
 

Foto: SPÖ-Frauen Oberösterreich