Extremismus – Grossmann: LehrerInnen und KindergartenpädagogInnen nicht allein lassen

SPÖ-Bildungssprecherin begrüßt Maßnahmenpaket im Kampf gegen Extremismus – Prävention und Integration müssen Pflicht nicht nur "Kür" sein

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann zeigt sich erfreut über das heute, Montag, von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentierte Maßnahmenpaket, das 300 Workshops und spezielle Fort- und Weiterbildungskurse für LehrerInnen beinhaltet. "Es ist begrüßenswert, wenn gerade jene NGOs, die in Sachen Prävention, Integration und Anti-Rassismus federführend in Österreich sind, LehrerInnen in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern unterstützen. Jedoch sollte dieses Ausbildungsangebot für LehrerInnen verpflichtend sein", so Grossmann gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Initiative der Bildungsministerin ist eine wichtige Maßnahme, um die Schule insgesamt wieder solidarischer und partnerschaftlicher zu gestalten. Daher dürfe man die LehrerInnen aber auch KindergartenpädagogInnen nicht allein lassen.

Mit dem präsentierten Maßnahmenpaket und den bereits bestehenden Maßnahmen wie zum Beispiel der De-Radikalisierungs-Hotline und der Schulinfo-Hotline könne man Fällen von Radikalisierung erfolgreich entgegentreten. Insgesamt sollten jedoch Fort- und Weiterbildungen in Sachen Prävention, Integration und Anti-Rassismus für alle LehrerInnen verpflichtend sein. Gelassen sieht Grossmann die Diskussion hinsichtlich der Mitarbeit von SchülerInnen für ein partnerschaftliches Miteinander an den Schulen. "Statt Androhung von Strafsanktionen sollte man sich um ein Miteinander auf Augenhöhe kümmern", so Grossmann und weiter: "Deshalb empfehle ich eine von SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam diskutierte und beschlossene Hausordnung beziehungsweise Verhaltensvereinbarung", die bei Nichteinhaltung auch Konsequenzen nach sich ziehen könne. Dafür gäbe es bereits viele Best-Practice-Beispiele in ganz Österreich.

Grossmann ist davon überzeugt, dass Schulpartnerschaft nur dann funktioniere, wenn man sich mit Respekt und Wertschätzung begegnet. "Und das lässt sich nicht verordnen, sondern muss (vor-)gelebt werden", so Grossmann abschließend.

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS