Frauenpolitische Vorreiterin Maria Springle verstorben

SPÖ-Landesfrauenorganisation trauert um eine starke Ikone der Salzburger Frauenbewegung

„Die ehemalige Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen Salzburg Maria Springle ist leider von uns gegangen. Sie war eine Ikone der Salzburger Frauenbewegung und konnte durch ihren unermüdlichen Einsatz für die Frauen sehr viel bewegen. Menschen wie ihr ist es zu verdanken, dass Frauen heute im Landtag eine Selbstverständlichkeit sind. Sie war ein sehr einfühlsamer Mensch, der eine gute und vor allem soziale Politik für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land besonders am Herzen lag. Die SPÖ Frauen Salzburg werden ihr ein ehrwürdiges Andenken bewahren“, berichtet die trauernde SPÖ-Landesfrauenvorsitzende LAbg. Ingrid Riezler.

Der Werdegang von Maria Springle
Die 1922 in Rauris geborene Maria Springle war von 1962 bis 1969 Gemeinderätin in der Stadt Salzburg. Ihr Engagement galt vor allem der Wohlfahrt. Sie war von 1964 bis 1984 Mitglied des Landesparteivorstandes und von 1970-1984 Mitglied des Landesparteipräsidiums. An der Seite von Karl Steinocher war Springle von 1966 bis 1978 seine stellvertretende Landesparteivorsitzende. Von 1969 bis 1980 war Maria Springle Abgeordnete zum Salzburger Landtag. „Besonders zu betonen ist dabei, dass sie bis 1980 die einzige Frau der sozialistischen Fraktion im Landtag war. Sie hat sich auch Zeit ihres Lebens stets für die Gleichberechtigung der Frauen eingesetzt“, informiert Riezler weiter.
Als Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen Salzburg war sie von 1966 bis 1982 tätig.

Für ihre Verdienste wurde Maria Springle mit dem Bundesverdienstkreuz der Republik Österreich, dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1979) und dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes Salzburg (1985) ausgezeichnet. Sie war auch Trägerin der Viktor-Adler-Plakette.

Besonders Engagement für die Wohlfahrt
Gemeinsam mit der damaligen SPÖ-Landesfrauensekretärin Annemarie Reitsamer gründete Maria Springle 1978 die Heimhilfe, welche soziale Dienstleistungen für Frauen in den Vordergrund stellte. Die Volkshilfe Salzburg wurde  mit 1.1.2010 mit dem Heimhilfedienst und dem Mobilen Hilfsdienst zusammengeführt. Damit kann ein breites Angebot im sozialen Dienstleistungsbereich (Haushaltshilfe, Hauskrankenpflege, Telefonnotruf, etc.) angeboten werden.

„Frauen wie Maria Springle haben einen besonderen Stellenwert in unserer Organisation. Ich danke ihr für alles was sie für die Frauen in diesem Land getan hat. Wir werden Sie nie vergessen“, so Riezler abschließend.