Wurm: 50-Prozent-Quote sichert Gestaltungsrecht für Frauen in Uni-Gremien

Ministerrat beschließt Änderungen im Universitäts- und Hochschulgesetz

"Ich freue mich sehr darüber, dass ab nun ein Frauenanteil von 50 Prozent bei Kollegialorganen an Universitäten festgeschrieben ist, das ist ein gewaltiger Fortschritt. Immerhin wird in diesen Gremien Universitätspolitik betrieben und Frauen sollen hier ein gleich gewichtiges Gestaltungsrecht haben", erklärte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm anlässlich der heute im Ministerrat beschlossenen Änderungen des Hochschulgesetzes 2005 und des Universitätsgesetzes 2002 gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Mit der Verankerung der 50-Prozent-Quote kommt die Regierung den Empfehlungen des Rechnungshofs nach. "Frauen sind in Österreich an den öffentlichen Universitäten in der Mehrheit, am klarsten kommt das bei den Studierenden- und AbsolventInnenzahlen zum Ausdruck. Je weiter es in der Universitätshierarchie nach oben geht, desto stärker geht der Frauenanteil zurück. Frauen zu fördern muss daher ein zentraler Aspekt der Hochschulpolitik in Österreich sein", stellte Wurm klar und betonte, dass ausgewogene Gremien ein Schritt in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit an Universitäten sind.

Darüber hinaus begrüßte Wurm, dass der Ministerrat nun die Verankerung einer besseren Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Betreuungspflichten beschlossen hat. "Das kommt sowohl Studierenden als auch UniversitätsmitarbeiterInnen zugute, wenn sich diese zu Hause um Kinder kümmern oder Angehörige pflegen." Diese Vereinbarkeit wird laut Wurm als weiterer leitender Grundsatz in §2 des Universitätsgesetzes 2002 eingefügt.

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS