Heinisch-Hosek: Bessere sozialrechtliche Absicherung für Frauen

Bundesministerin begrüßt Änderung der Selbstversicherung – Nebenerwerbstätigkeit wird ermöglicht

Frauen- und Bildungsministerin begrüßte heute die im Ministerrat beschlossene Harmonisierung der Pensionsversicherungsbeiträge für pflegende Eltern von Kindern mit Behinderungen mit den Zeiten der Pflege naher Angehöriger.

Demnach werde ab kommendem Jahr die Beitragsgrundlage der pflegenden Eltern behinderter Kinder für die Pensionen jährlich um ca. 100 Euro erhöht. Ziel sei, dass 2019 die pflegenden Angehörigen in beiden Gruppen die gleiche Pensionsgrundlage in der Höhe von 1.649,84 Euro (dieser Betrag wird jährlich wertangepasst) haben. Die Mehrkosten – ca. vier Millionen Euro pro Jahr – werden vom Sozialministerium getragen.

97% (rund 2.700 Frauen) der pflegenden Angehörigen behinderter Kinder sind Mütter. "Mutter eines Kindes mit Behinderungen ist ein Fulltime-Job, Tag und Nacht, über Jahre, oft jahrzehntelang", so Heinisch-Hosek. "Die Anerkennung der Leistungen dieser Frauen durch eine bessere soziale Absicherung im Alter von Seiten des Bundes ist mir sehr wichtig."

Die Harmonisierung sehe weiters vor, dass Eltern von zu pflegenden behinderten Kindern eine Nebenerwerbstätigkeit aufnehmen können. Mit der Änderung können pflegende Eltern von behinderten Kindern eine Erwerbstätigkeit im Ausmaß bis zu 20 Wochenstunden annehmen, ohne ihr Ansprüche auf die Selbstversicherung in der Pensionsversicherung zu verlieren.

"Der heutige Beschluss im Ministerrat bringt vor allem für Frauen wesentliche Verbesserungen, denn gerade Frauen sind von Altersarmut betroffen. Mit der Erhöhung und mit der Nebenerwerbstätigkeit verbessern wir die Zukunftsperspektive vor allem für Frauen", so Heinisch-Hosek abschließend.
 

Foto: Astrid Knie