Brunner: Negativsteuer ist notwendig, um Armut zu vermeiden

SPÖ-Frauen setzen sich für eine Steuerreform ein, die allen zugutekommt

"Es ist wichtig, dass vor allem jene von einer Steuerreform profitieren, die es am dringendsten brauchen", sagte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner heute, Dienstag, in Reaktion auf die ablehnenden Aussagen von Finanzminister Hans Jörg Schelling zum Thema Negativsteuer. Diese steuerliche Gutschrift für jene, die auf Grund ihres niedrigen Einkommens keine oder wenig Steuern zahlen, kommt in hohem Maße Frauen zugute. Laut Armutsbericht vom Oktober 2014 liegt die Armutsgefährdungsquote bei AlleinerzieherInnen mit 30 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei der Gesamtbevölkerung mit 14,4 Prozent.

"Was will Finanzminister Schelling etwa einer Alleinerzieherin sagen, deren Familie von Armut bedroht ist?", fragt Brunner. "Wir müssen die Armut in Österreich bekämpfen. Eine Erhöhung der Negativsteuer, von der vor allem Frauen profitieren würden, ist ein wichtiger Beitrag dazu", so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin.