Rote Jugendorganisationen fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit

”In Österreich beträgt die Lohnschere noch immer rund 23%. Das bedeutet, dass Frauen für gleiche oder gleichwertige Arbeit um fast ein Viertel weniger bezahlt bekommen. Über Geld spricht man in Österreich nicht. Das ist gerade für Frauen in Gehaltsverhandlungen ein großes Problem. Eine Offenlegung der Gehälter muss endlich her!”, fordert Sandra Hochmayr, Frauensprecherin vom Verband Sozialistischer Student_innen.

“Kinderbetreuung liegt immer noch in Frauenhand. Etwa 2/3 der unbezahlten Arbeit wird von Frauen gemacht. Nur wenn das Kinderbetreuungsangebot durch Ganztagskindergärten und -schulen ausgebaut wird, stehen Frauen nicht länger vor der Entscheidung:
Familie oder Karriere”, meint Katharina Gärtner, Frauensprecherin der Aktion kritischer Schüler_innen.

“Frauen stoßen in Österreich immer noch an die Gläserne Decke. Frauen in Führungspositionen sind selten. Quoten müssen endlich Standard in Politik, Wirtschaft und Bildung werden. Außerdem muss es Sanktionen bei der Nichteinhaltung geben.”, so Naomi Dutzi, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend.

Am 9. Oktober fand am Viktor-Adler-Markt eine Aktion statt, um auf den heutigen Equal Pay Day aufmerksam zu machen. “Bereits seit Jahrzehnten fordern Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit! Es muss endlich gehandelt werden. Die Regierungsparteien dürfen nicht länger zusehen, wie Frauen in Österreich Jahr für Jahr um ein Viertel des Gehalts betrogen werden!”, schließen die drei unisono.