Heinisch-Hosek: Einkommensschere schließen!

Einkommensschere zwischen Frauen und Männern wird kleiner

"Obwohl Frauen so gut ausgebildet sind, wie nie zuvor, verdienen sie 22,7 Prozent weniger als Männer. Das heißt, ab morgen arbeiten Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende gratis, das muss sich ändern", fordert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des morgigen Equal Pay Day. Der Equal Pay Day wird jedes Jahr neu berechnet. Als Grundlage werden die durchschnittlichen Gehälter von Vollzeitbeschäftigten auf 12 Monate hochgerechnet und verglichen.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es eine Verbesserung von 2 Tagen – damit sei ein kleiner Schritt zum Schließen der Lohnschere erreicht, so die Frauenministerin. Mit der Einkommenstransparenz – Einkommensberichte für Unternehmen mit mehr als 150 ArbeitnehmerInnen und der Gehaltsangaben in Stelleninseraten – seien wichtige Maßnahmen gesetzt worden. Der Gehaltsrechner www.gehaltsrechner.gv.at, der Frauen und Männern darüber informiert, was sie in einem bestimmten Job verdienen können, wurde bereits von rund 1,2 Millionen Menschen genutzt.

"Wir haben in den letzten Jahren wichtige Instrumente geschaffen, um die Lohnschere zu schließen", so Heinisch-Hosek, "diese müssen evaluiert und weiterentwickelt werden". Die Evaluierung der Einkommenstransparenz gemeinsam mit den Sozialpartnern sei auch Teil des Regierungsprogramms. Die Ursachen der Einkommensunterschiede müssen zwischen Frauen und Männern beseitigt werden. Notwendig sei auch eine bessere Anrechnung von Elternkarenzzeiten in den Kollektivverträgen, so die Ministerin.

"Damit Frauen Beruf und Familie besser vereinbaren können, braucht es außerdem einen raschen Ausbau von qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsplätzen und ein ausreichendes Angebot an Ganztagsschulen", so Heinisch-Hosek. Viele Frauen würden gerne Vollzeit arbeiten, nehmen aber aufgrund von fehlender Kinderbetreuung einen Teilzeitjob an. "Diese Situation wollen wir verbessern, indem wir eine dreiviertel Milliarde Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen investieren und ein Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte bei Ausschreibung einer Stelle mit höherem Arbeitszeitausmaß umsetzen", so die Ministerin abschließend.

 

Foto: Astrid Knie