Equal-Pay-Day – Heinisch-Hosek/Brauner/Frauenberger: Lohnschere schließen

SPÖ-Frauen machen anlässlich des Equal Pay Day auf den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern aufmerksam

Mit Krawatte präsentierten sich SPÖ-Frauenvorsitzende Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger heute, Donnerstag, bei einer Straßenaktion der SPÖ-Bundesfrauen gemeinsam mit den Wiener SPÖ-Frauen am Bahnhof Wien Landstraße anlässlich des Equal Pay Day. Unter dem Motto "Lohnschere schließen" wurde auf die bestehenden Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht. "Der Kampf um gerechte Bezahlung muss auf mehreren Fronten ausgetragen werden", so Heinisch-Hosek. Als wichtigste Maßnahmen sieht sie etwa Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschule, Motivation von Vätern, in Karenz zu gehen oder die Evaluierung der Einkommenstransparenz.

"Frauen haben noch immer nicht die gleichen Karrierechancen wie Männer und erzielen nicht die gleichen Einkommen, weil sie noch immer überproportional für Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege sorgen müssen", bedauerte Renate Brauner. Maßnahmen wie der Wiener Gratiskindergarten oder die aktuelle Initiative von Heinisch-Hosek und Sozialminister Rudolf Hundstorfer für mehr Väterbeteiligung und Väterkarenz seien daher wichtig, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

"Um die Einkommensschere weiter zu schließen, braucht es noch viele frauenfördernde Maßnahmen", sagte auch die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. Mit Quotenregelungen, dem Gratiskindergarten, der Einkommenstransparenz auf Stadtebene und der Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an frauenfördernde Maßnahmen sei Wien aber auf einem guten Weg. "In Wien ist die Einkommensschere schon jetzt kleiner."

Der Termin für den Equal Pay Day wird jedes Jahr neu berechnet. Es handelt sich dabei um jenen Tag, ab dem Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende "gratis" arbeiten, also bis zu welchem Männer durchschnittlich so viel verdient haben, wie Frauen im ganzen Jahr. Erfolge konnten bereits verzeichnet werden: "Im Vergleich zum Vorjahr findet der Equal Pay Day heuer um zwei Tage später statt", sagte Heinisch-Hosek. Frauenberger ergänzte: "Wir werden aber nicht aufhören, weiter Druck zu machen und den Gleichstellungsprozess voranzutreiben".

 

Foto: Astrid Knie