Historische Meilensteine

1979
Das Gleichbehandlungsgesetz tritt erstmalig in Kraft. Zur Durchsetzung des Gleichbehandlungsgesetzes wurde eine – sozialpartnerschaftlich zusammengesetzte – Gleichbehandlungskommission gebildet. Dank dieses Gesetzes gehört die Unterscheidung zwischen Frauen- und Männerlöhnen in den Kollektivverträgen der Vergangenheit an.

1982
Die UNO-Konvention zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau wurde durch den Bundespräsidenten ratifiziert. Sie begründet kein unmittelbar durchsetzbares Recht für die Frauen Österreichs, verpflichtet aber den Gesetzgeber und die Verwaltung, Maßnahmen zur Durchsetzung der Gleichbehandlung der Frauen zu treffen.

1998
Gleichstellung der Geschlechter in der Verfassung: Im Frühjahr 1998 wurde die im Rahmen des Frauenvolksbegehrens geforderte verfassungsrechtliche Verankerung der Gleichstellung der Geschlechter verwirklicht.

2007
Wichtige Verbesserungen am Arbeitsmarkt, die Frauen zugutekommen, werden beschlossen wie die Einführung eines Mindestlohnes, ein Wochengeld für freie Dienstnehmerinnen und ein Zuschlag für Mehrarbeitsstunden bei Teilzeitbeschäftigung.

2009
Gender Budgeting wird in der Verfassung verankert: Es ist in der Verfassung festgeschrieben, dass den Frauen ein gerechter Anteil am Budget zusteht.

2011
Am 1. März 2011 ist die Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten. Unternehmen mit mehr als 150 ArbeitnehmerInnen müssen in verpflichtenden Einkommensberichten die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern offen legen. Mit dieser Novelle ist Österreich neben Schweden mit einer gesetzlichen Verankerung von innerbetrieblichen Einkommensberichten Vorreiter in der EU. Die Novelle beinhaltet u.a. auch, dass Betriebe in Stelleninseraten angeben müssen, wie hoch der jeweilige kollektivvertragliche Mindestlohn ist und ob die Bereitschaft besteht, mehr zu zahlen. Eine wichtige Informationsquelle ist der Gehaltsrechner, bei dem Frauen und Männer nachschauen können, ob sie ein faires Gehalt bekommen: www.gehaltsrechner.gv.at