Heinisch-Hosek würdigt die herausragende Arbeit von Barbara Prammer

"Uns alle eint, der Respekt vor ihrer Haltung und die Bewunderung ihrer Leistungen"

"Vertrauen, Freundschaft, Unterstützung und Loyalität, ja, das haben sehr viele Freundinnen, Weggefährtinnen und Bürgerinnen spüren und erfahren dürfen", sagt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer Rede anlässlich der Verabschiedung von Nationalratspräsidentin, Frauenministerin a.D. Barbara Prammer.

"Zuhören, beraten, Schicksale und Lebensgeschichten aufnehmen und aktiv Hilfestellung geben, waren Motivation und Antrieb ihrer beruflichen Tätigkeit und all ihres frauenpolitischen Handelns. Das zeigte sich auf der einen Seite im Ermächtigen von Frauen, im Mut machen, den eigenen Weg zu gehen, aber auch durch aktives Fördern", sagte die Ministerin über ihre Freundin und Mentorin Barbara Prammer.

Sie würdigte in ihrer heutigen Rede, die "herausragende und beeindruckende Arbeit" von Nationalratspräsidentin, Frauenministerin a.D. Barbara Prammer "wissend, dass Demokratiepolitik, Engagement für Minderheiten und Internationale Politik gleichermaßen das Fundament ihrer Arbeit waren."

Als Vorsitzende des Linzer Frauenhauses hat Barbara Prammer unzähligen Frauen geholfen und war als Frauenministerin, geprägt von den Erzählungen und den Schicksalen der Frauen, federführend bei der Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes beteiligt. Erstmals gab es die Möglichkeit, den Täter auch ohne Anzeige der Wohnung zu verweisen und ein Rückkehrverbot für den Gewalttäter auszusprechen. Im Zuge der Anti-Gewalt-Kampagne wurde die Frauenhelpline gegen Männergewalt eingerichtet und Gewaltschutzzentren in allen Bundesländern eingerichtet. Besonders wichtig waren ihr die verfassungsrechtliche Verankerung der Gleichstellung von Frauen und Männern und Quotenregelungen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer frauenpolitischen Arbeit war, so Heinisch-Hosek, die Gleichberechtigung von Frauen am Arbeitsmarkt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Hürden beseitigen, Vereinbarkeit ermöglichen. Dafür schaffte Barbara Prammer die Basis mit der Kindergartenmilliarde", betonte die Ministerin.

"Viele Frauen und Männer dieses Landes waren Barbara Prammer freundschaftlich verbunden. Uns alle eint, der Respekt vor ihrer Haltung und die Bewunderung ihrer Leistungen", so die Ministerin abschließend.

 

Foto: SPÖ/Daniel Novotny