Brunner: Frauen europaweit effektiv vor Gewalt schützen!

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin begrüßt Europaratskonvention gegen häusliche Gewalt

Am 1. August tritt die Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt in Kraft. "Diese Konvention ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Gewalt gegen Frauen und Kinder europaweit effektiv zu bekämpfen", betonte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführern Andrea Brunner am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Jede fünfte Frau in Europa sei bereits mindestens einmal Opfer von häuslicher Gewalt geworden. "Das ist oft noch ein Tabuthema. Es darf aber nicht verharmlost werden, sondern muss offen thematisiert werden, um mehr Frauen Mut zu machen, aus der Gewaltspirale auszubrechen", forderte Brunner.

"Die EU-Konvention trägt erheblich dazu bei, Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltschutz auf EU-Ebene und im eigenen Land weiter zu forcieren", so Brunner, die sich bei SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm, die auch Vizepräsidentin des Europarates und Vorsitzende des Ausschusses für Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung ist, für ihren Einsatz bedankte. So verlange die Konvention die Verankerung der Geschlechtergleichstellung in der Verfassung und, dass sämtliche diskriminierende Vorschriften abzuschaffen sind. Besonders begrüßt Brunner außerdem, dass Hilfsangebote für Frauen verbessert und die Menschen über Bildungsangebote für das Problem sensibilisiert werden sollen. Denn, "hier gibt es auch in Österreich noch Handlungsbedarf", betonte Brunner. Zwar konnte beim Thema Gewaltschutz in Österreich bereits viel erreicht werden, etwa durch die Gewaltschutzgesetze. "Es besteht aber immer noch ein Informationsdefizit, betroffene Frauen wissen oft nicht, wohin sie sich wenden können, obwohl entsprechende Angebote bestehen", machte Brunner das Problem deutlich.

Die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin unterstützt daher die kürzlich von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek breit angelegte Kampagne "GewaltFREI leben", die von der EU-mitfinanziert wird und zur Sensibilisierung und Aufklärung beitragen soll. "Es ist wichtig, auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Nur wenn ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik vorhanden ist, kann geschlechterspezifische Gewalt bekämpft und langfristig verhindert werden", stellte Brunner klar.