„Sei schlau und schau auf di“

Im Sommer werden Frauen zu Gesundheitsthemen befragt -Ergebnisse sollen in den NAP Frauengesundheit einfließen

„Sei schlau und schau auf di“ – geben die SPÖ Frauen den ganzen Sommer hindurch Österreichs Frauen mit auf dem Weg. Die Sommerkampagne "Frauen. Gesundheit. SPÖ" soll Frauen in Parks, auf Märkten, bei Veranstaltungen oder Festen per Fragebogen zu Gesundheitsthemen befragt und gleichzeitig über die Vorteile des Brustkrebsscreening-Programms informiert werden. "Trotzdem die Gesundheit eines Menschen unbezahlbar ist und ein kostbares Gut, schauen besonders Frauen auf sich selbst erst an letzter Stelle. Davor kommen alle anderen, Kinder, Eltern, Partner und Freunde. ", sagt Landesfrauenvorsitzende LRin bei der Präsentation über die Beweggründe zu dieser Initiative. Die Ergebnisse sollen in den Nationalen Aktionsplan (NAP) Frauengesundheit einfließen. Der Startschuss fällt im November.
 

„Neben den Befragungen in Parks oder auf Märkten werden wir Frauen auch in Freibädern ansprechen und möglichst viele Rückmeldungen über deren Einstellung zur eigenen Gesundheit erhalte“, so Dunst weiter. Über das seit heuer laufende Brustkrebsscreening-Programm, das seit Juli noch  verbessert und für die Frauen vereinfacht wurde, informierte Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar „Um eine weitere Steigerung der Teilnahmerate zur Brustkrebsvorsorge zu erreichen, haben das Gesundheitsministerium, die Sozialversicherung und die österreichische Ärztekammer gemeinsam Maßnahmen erarbeitet, die den Zugang zur Früherkennungsmammographie erleichtern. Ich begrüße sehr, dass dieser Zugang nunmehr mittels E-card möglich und dass die Zielgruppe für die freiwillige Teilnahme ausgeweitet wurde“.
Im Zentrum des Interesses in Hinblick auf den NAP Frauengesundheit stehen vor allem drei relevante Gruppen von Frauen. Erstens die jungen Frauen, bei denen es vor allem um das eigene Körperbild und -bewusstsein geht und darum, darüber aufzuklären, nicht medial vorgegebenen Idealen entsprechen zu müssen. "Es ist wichtig, das Thema Schönheitswahn vor allem in Bildungseinrichtungen noch stärker zu thematisieren, denn nur ein gesundes Selbstbewusstsein schützt!", fügte Landesfrauengeschäftsführerin Pia Darboe MA hinzu. Dazu könne auch das Retuschebarometer des Werberats mit seinen guten Informationen beitragen.
Die zweite große Gruppe sind Frauen im Arbeitsprozess. Hier gehe es um Themen wie die betriebliche Gesundheitsförderung, Gewalt am Arbeitsplatz oder Burnout-Prävention. Die dritte Gruppe sind Frauen im Alter, die entweder Angehörige pflegen oder selbst gepflegt werden und nicht mehr berufstätig sind. „Es ist eine Tatsache, dass das biologische Geschlecht und Gender als soziale Geschlechterrolle neben anderen Faktoren eine große Rolle spielen. Das Geschlecht beeinflusst den Gesundheitszustand, das Risikoverhalten, die Wahrnehmung von Gesundheit und Krankheit als auch den Zugang zu medizinischen und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Daher müssen spezifische Fortbildungsangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Krankenanstalten konzipiert werden, damit Frauen und Männer die gleiche Chance auf bestmögliche Hilfe erhalten“, klärt LR Rezar weiter auf. Zusammenfassend sagte LRin Dunst „Frauen sind oft einer Mehrfachbelastung ausgesetzt – sie erledigen neben dem Beruf durchschnittlich zwei Drittel der unbezahlten Arbeit in Familie – auch das ergibt ein höheres Gesundheitsrisiko. Deshalb will die SPÖ mit der Kampagne erfahren, was die Frauen gesundheitlich für sich tun, welche Wünsche sie äußern und wo wir politisch verstärkt ansetzen müssen“.

 

Foto: SPÖ Burgenland