Lueger: 305 Mio. Euro für Kinderbetreuung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mit zusätzlichen 30.000 Betreuungsplätzen und längeren Öffnungszeiten echte Wahlfreiheit für Familien sichern

Durch die 15a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung "wird die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben durch eine Qualitätssteigerung in der Kinderbetreuung verbessert", begrüßte SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger den heutigen Parlamentsbeschluss. In den vergangenen Jahren hat der Bund den Ausbau der Kinderbetreuung mit bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Bis 2017 stehen nun insgesamt 305 Millionen zur Verfügung. "Das heißt, wir investieren schon alleine in diesem Jahr mehr als in den letzten sieben Jahren", erläuterte die Abgeordnete.

Mit dem vorliegenden Vertrag wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass das Barcelona-Ziel – das eine Betreuungsquote von 33 Prozent bei Unter-Dreijährigen vorsieht – bis 2017 realistisch erreicht werden kann, ist Lueger überzeugt. Durch 30.000 Betreuungsplätze mehr und längere Öffnungszeiten soll "die echte Wahlfreiheit für Familien gesichert werden".

Erstmals wird in der Vereinbarung von Kinderbildungseinrichtungen anstatt Kinderbetreuungseinrichtungen gesprochen, was für Lueger eine wichtige Veränderung der langen und schwierigen Debatte darstellt. Doch man sei noch nicht am Ende. "Wir wollen auch nicht, dass es Bundesländer gibt, die über fünf Wochen Schließzeit hinausgehen", so die SPÖ-Abgeordnete. Ziel sei es, die Qualitätskriterien zu vereinheitlichen und auch übrig gebliebene finanzielle Mittel zweckzubinden.

Ecker: 305 Mio. Euro für qualitativen und quantitativen Ausbau bereitgestellt

"Das Angebot an Kinderbetreuung auszuweiten bedeutet nichts anderes als Chancengleichheit und ist ein Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Fairness", sagte SPÖ-Abgeordnete Cornelia Ecker in der heutigen Nationalratssitzung. Besonders erfreut ist Ecker darüber, dass die 305 Millionen Euro nicht nur in den quantitativen, sondern auch in den qualitativen Ausbau investiert werden.

"Betreuungseinrichtungen sind Bildungseinrichtungen und somit eine wichtige Investition in die Zukunft", unterstrich Ecker. "Ich halte den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen für richtig und zielführend. Es freut mich, dass hier 305 Mio. Euro investiert werden", so Ecker. Bis 2016 solle der bundesweite Rahmen gesetzt werden, "der neben dem quantitativen auch den qualitativen Ausbau garantieren soll".

Ecker fordert "Landeshauptleute und Ressortzuständige in den Bundesländern auf, diese Gelder auch wirklich abzuholen und auch anzuwenden, denn das bedeutet vor allem in den Landregionen Gleichheit für Mütter und Väter".