Heinisch-Hosek: „Ausbau der Kinderbetreuung rasch vorantreiben“

Kindertagesheimstatistik zeigt: Betreuungsquote steigt

"Die Bundesregierung investiert in den nächsten Jahren mehr als 300 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. Das ist die größte Ausbauoffensive der Kinderbetreuung", betont Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Die aktuellen Zahlen der Kindertagesheimstatistik zeigen, dass sich die Betreuungsquote weiter verbessert und der eingeschlagene Weg der Bundesregierung der richtige ist. Die Betreuungsquote der 3-5-Jährige liegt bei 90,8%, hier hat Österreich das Barcelona Ziel von 90% schon erreicht. Nachholbedarf gebe es nach wie vor bei den unter Dreijährigen (23% Betreuungsquote). Hier gibt es ein Plus von 2,2 Prozentpunkten. "Ziel ist es, möglichst rasch das Barcelona-Ziel von 33% zu erreichen und rund 30.000 Plätze für die Unter-Dreijährigen zu schaffen", hält die Ministerin fest. "Die Nachfrage nach Betreuung gerade für die Kleinsten ist da. Mit der Ausbauoffensive werden wir Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht bringen", betonte die Frauenministerin.

Erfreulich sei, dass sich die Bundesländer auch bei den Schließtagen verbessert haben, hier dürfe man sich aber nicht zurücklehnen, sondern man müsse dran bleiben und sie weiterhin senken, so Heinisch-Hosek. Im Durchschnitt betragen die Schließtage 24,4 Tage. Wien ist Spitzenreiter mit 3,8 Tagen, Vorarlberg Schlusslicht mit 47,4 Tagen. Vor allem die Situation in den Kindergärten muss rasch verbessert werden. "Es ist höchste Zeit, dass sich die Öffnungszeiten auch an der Lebensrealität berufstätiger Eltern orientiert. Ein Kindergarten, der bis zu 9,5 Wochen zu hat ist nicht mehr zeitgemäß."

Deshalb setze die Bundesregierung neben dem Ausbau der Kinderbetreuungsplätze gezielt auch auf Qualitätsverbesserungen: längere Öffnungszeiten, gemeindeübergreifende Kooperationen und ein besserer Betreuungsschlüssel tragen dazu bei, dass Kinder bestmöglich von Klein an gefördert werden und Eltern Familie und Beruf besser vereinbaren können. "Nun sind die Länder gefordert, die Mittel auch rasch abzuholen und so den dringend nötigen Ausbau der Kinderbetreuung weiter voranzutreiben", so die Ministerin abschließend.

 

Foto: Astrid Knie