Gesundheitsausschuss – Oberhauser: Für Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch Krankenversicherung

Meldung und statistische Erfassung von Schwangerschaftsabbrüchen abzulehnen

"Die Sozialdemokratie lehnt den Vorschlag, eine Statistik über Schwangerschaftsabbrüche einzuführen, ganz klar ab. Dies hat weder einen gesundheitspolitischen, noch einen gesellschaftspolitischen Nutzen", kommentiert SPÖ-Sozialsprecherin Sabine Oberhauser den heute, Mittwoch, im Gesundheitsausschuss eingebrachten Antrag des Team Stronachs. "Wir können uns allerdings sehr gut eine Lösung vorstellen, wie sie auch in anderen Ländern üblich ist, und zwar in Form einer Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenversicherung. Damit hätte man auch automatisch eine statistische Erfassung von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenversicherungs-Träger", erklärt Oberhauser.

In erster Linie müsse es das Ziel sein, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern, betont die SPÖ-Sozialsprecherin. "Eine wichtige Maßnahme in diesem Zusammenhang wäre die Einführung der kostenlosen Abgabe von Verhütungsmitteln für Jugendliche", so Oberhauser.

Die Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenversicherung und auch die Gratis-Abgabe von Verhütungsmitteln für Jugendliche werden schon lange von den SPÖ-Frauen sowie den Jugendorganisationen der SPÖ eingefordert und würden auch vom SPÖ-Parlamentsklub gesundheitspolitische Unterstützung finden. Allerdings, bedauert die SPÖ-Sozialsprecherin, sei eine Umsetzung dieser Forderungen derzeit nicht wahrscheinlich, da sich im Regierungsprogramm kein Hinweis auf eine solche Regelung finde.

 

Foto: Parlamentsdirektion/Simonis