Heinisch-Hosek: „Größte Ausbauoffensive der Kinderbetreuung startet!“

Bundesregierung beschließt 305 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung – Schwerpunkt Unter-Dreijährige

Familienministerin Sophie Karmasin und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zeigten sich heute nach dem Ministerrat sehr erfreut über den Beschluss zur neuen "15a Bund-Ländervereinbarung" zum Ausbau der Kinderbetreuung. 305 Millionen Euro wird der Bund den Ländern in den kommenden vier Jahren als Anschubfinanzierung zur Verfügung stellen, die Bundesländer erhöhen im Zuge der Kofinanzierung diese Summe um weitere rund 135 Millionen Euro. Durch den heutigen Beschluss ist der Weg frei für die größte Ausbauoffensive der Kinderbetreuung, die es in Österreich je gegeben hat. Schwerpunkt ist der Ausbau der Plätze für die Unter-Dreijährigen. In den kommenden 4 Jahren will Österreich rund 30.000 neue Betreuungsplätze in dieser Alterskategorie schaffen und damit das sogenannte Barcelona Ziel erreichen (Betreuungsquote von 33% bei Unter-Dreijährigen).

"Vereinbarkeit von Familie und Beruf funktioniert nur dann, wenn auch die Betreuungsangebote vorhanden sind. Mit dem heutigen Beschluss der 15a Vereinbarung legen wir den Grundstein für eine bessere Vereinbarkeitsmöglichkeit für berufstätige Mütter und Väter. Dabei ist mir die Wahlfreiheit ganz wichtig. Zudem will ich nicht nur einen Ausbau der Quantität sondern auch der Qualität der Kinderbetreuung. Deswegen können Bundesmittel jetzt erstmals auch für Tageseltern, Personal- und Investitionskostenzuschüsse, generations- und gemeindeübergreifende Projekte sowie für die Qualitätsverbessserungen – wie kleinerer Betreuungsschlüssel – verwendet werden", betont Karmasin die Vorzüge der neuen 15a Vereinbarung.

"Alleine heuer investieren wir soviel in den Ausbau der Kinderbetreuung wie in den letzten sieben Jahren zusammen, das ist wirklich ein großer Wurf", so Frauen- und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Bis 2017 wollen wir das Barcelona-Ziel erreichen und rund 30.000 Plätze für die Unter-Dreijährigen schaffen. Und wir setzen massiv auf Qualitätsverbesserung. Längere Öffnungszeiten, gemeindeübergreifende Kooperationen und ein besserer Betreuungsschlüssel werden verstärkt gefördert. Bei den Öffnungszeiten ist mir wichtig: Je länger ein Kindergarten geöffnet hat, desto höher die Förderung. Das ist ein wichtiges Signal, in diese Richtung soll es gehen", so Heinisch-Hosek abschließend.
 

Foto: Astrid Knie