Heinisch-Hosek: „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Mädchen vorgehen“

Open Space-Veranstaltung zum Nationalen Aktionsplan (NAP) gegen Gewalt an Frauen

"Gemeinsam mit Expertinnen aus Politik, Gewaltschutz- und Frauenberatungseinrichtungen haben wir heute Perspektiven, Ideen und Anregungen für den NAP Gewaltschutz diskutiert. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen für die vielen guten Inputs und freue mich auf die gemeinsame Umsetzung des Aktionsplans", betonte heute Frauenministerin Gabriele-Heinisch-Hosek anlässlich einer Open Space-Veranstaltung im Ministerium.

Zwtl.: Gewaltschutz in Österreich vorbildlich

Bereits in den 1990er Jahren wurde mit der Einführung des Gewaltschutzgesetzes ein deutliches Signal dafür gesetzt, dass der Staat bei Gewalt in der Familie nicht wegschauen darf, sondern in Gewaltsituationen eingreift und die Täter zur Verantwortung zieht. Im vergangenen Jahr hat Österreich die Istanbul Konvention ratifiziert, die mit 1. August 2014 in Kraft tritt. "Mit diesem Übereinkommen liegt erstmals für den europäischen Raum ein völkerrechtlich bindendes Regelwerk vor, das den Frauen in allen Mitgliedstaaten des Europarates Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt bietet", unterstrich die Frauenministerin.

Zwtl.: Maßnahmenkatalog zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans (NAP)

"Die Inhalte der Konvention sind in Österreich im Wesentlichen umgesetzt, es braucht aber weitere Maßnahmen, um den Gewaltschutz auszubauen", so die Ministerin. Bei der heutigen Veranstaltung formulierten rund 70 Expertinnen aus Gewaltschutz- und Frauenberatungseinrichtungen sowie aus der Politik Themenbereiche, die im Rahmen des Nationalen Aktionsplans bearbeitet und weiterentwickelt werden sollen. An der Umsetzung werden sich neben dem BMBF auch BMJ, BMI, BMG, BMASK, BMeiA, BMFJ beteiligen.

Zwtl.: Intensivierung der Präventions- und Bewusstseinsarbeit

Bei der Diskussionsveranstaltung haben sich zentrale Bereiche herauskristallisiert, die im Rahmen des Nationalen Aktionsplans besondere Berücksichtigung finden sollen. Dies sind der Ausbau und die Stärkung der Präventions- und Bewusstseinsarbeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen sowie die Weiterentwicklung des Strafrechts. In ihrem Abschlussstatement hielt Bildungs- und Frauenministerin Heinisch-Hosek fest: "Es freut mich, dass wir heute zu konkreten Ergebnissen gekommen sind. Insbesondere bei Maßnahmen zur Gewaltprävention sehe ich mich auch als Bildungsministerin gefordert, Stichwort Prävention und Information im Unterricht. Bei der Formulierung und Umsetzung des NAP baue ich auf die Unterstützung meiner Ressortkolleginnen und -kollegen und auf die gute Zusammenarbeit mit den Gewaltschutzeinrichtungen sowie Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Denn nur gemeinsam werden wir etwas erreichen."

 

Foto: Astrid Knie