Heinisch-Hosek zum Internationalen Hurentag: „Flatrate Bordell gehört endlich der Vergangenheit an!“

Ausbau der Unterstützungsmaßnahmen für Sexdienstleisterinnen

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßt heute anlässlich des Internationalen Hurentages die Schließung des Flatrate Bordells in Wien. "Ich bin froh, dass das Flatrate-Bordell am 1. Juni 2014 geschlossen wurde. Flatrate-Bordelle sind menschenverachtende Einrichtungen, in denen Frauen wie eine Ware zum Fixpreis angeboten werden ", so die Frauenministerin. Flatrate-Modelle würden dem Kunden die uneingeschränkte Verfügbarkeit der Sexdienstleisterin zu Dumpingpreisen vermitteln, so Heinisch-Hosek, die sich bereits vor der Eröffnung im Frühjahr strikt dagegen ausgesprochen hatte. "Dadurch wird nicht nur die Würde der Sexdienstleisterinnen verletzt, sondern auch ihre sexuelle Selbstbestimmtheit gefährdet", erklärt die Ministerin.

Was es im Sinne der Selbstbestimmtheit von Sexdienstleisterinnen konkret brauche, seien Information und Beratung, betont die Ministerin. Das Frauenministerium fördert spezifische Einrichtungen, um Bildungsangebote zu verbessern und Information zu forcieren. Derzeit arbeite die Arbeitsgruppe "Länderkompetenz Prostitution" unter der Leitung der Frauensektion im Ministerium an einem bundesweiten Informationsfolder für Sexdienstleisterinnen. "Unabhängige Informationen über Rechte und Pflichten sind von großer Bedeutung für Sexdienstleisterinnen", betont die Ministerin. "Auch der Ausbau von Beratungs- und Bildungsangeboten ist eine wichtige Maßnahme, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexdienstleisterinnen zu verbessern", so die Frauenministerin abschließend.

 

Foto: Astrid Knie