Heinisch-Hosek: Mehr Respekt für homosexuelle, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Menschen

Moderne Sexualerziehung in den Schulen

Lesben, Schwule, Bisexuelle und transsexuelle Menschen sind nach wie vor Diskriminierungen ausgesetzt – egal ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im familiären Umfeld. Darauf weist ein Bericht der EU-Grundrechteagentur hin. "Es ist schockierend, dass die Tatsache wen Frau oder Mann liebt, darüber entscheidet wie mit Personen umgegangen wird", betont Frauen- und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich der Pressekonferenz "Check it out" der Beratungsstelle Courage.

Deshalb gelte es weiterhin einen "klaren und deutlichen Standpunkt gegen jegliche Form von Diskriminierung einzunehmen und ein offenes, gleichberechtigtes Miteinander einzufordern", betont Heinisch-Hosek. Das Projekt "Check it out" informiert Jugendliche in Workshops im Rahmen der Pride Village 2014 über die Themen Homo- und Bisexualität, Transgender und Transidentitäten. Als Bildungsministerin seien ihr Projekte wie "Check it out" ein wichtiges Anliegen, so Heinisch-Hosek, denn "Jugendliche sollen Ängste vor einem Outing genommen werden. Dafür braucht es einen Boden für Toleranz und Respekt". In der Schule brauche es einen offenen Zugang in der Sexualerziehung und die entsprechenden Lernunterlagen, zeitgemäß und unter Berücksichtigung der Vielfalt gesellschaftlicher Lebensweisen, fordert die Ministerin.

"Egal welches Geschlecht wir haben und unabhängig davon wen wir lieben, es geht darum, Vielfalt und Diversität als Chance zu begreifen und ihre Potentiale gemeinsam erkunden und nutzen zu können", so die Ministerin abschließend.