Heinisch-Hosek: „Die EU bringt Rückenwind für die Frauenpolitik“

SPÖ-Frauen luden anlässlich des Europatages zum bundesweiten Aktionstag
Unterstützung durch Spitzenkandidat Eugen Freund

Am 9. Mai wird in der Europäischen Union der Europatag als Zeichen für Frieden und Einheit in Europa gefeiert. Die SPÖ-Frauen riefen heute zum bundesweiten Aktionstag auf. Beim Gespräch mit PassantInnen informieren Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, EU-Spitzenkandidat Eugen Freund sowie die Tiroler EU-KandidatInnen Karoline Graswander-Hainz und Sophia Reisecker über die kommenden Europawahlen.

Ein Europa für 259 Millionen Frauen
„In Europa leben 259 Millionen Frauen. Wir wollen die Lebensrealitäten der Frauen in Hinblick auf ihre Arbeit, ihr Einkommen und ihre Chancen und Rechte verbessern“, erklärt Karoline Graswander-Hainz, Spitzenkandidatin der SPÖ Tirol für die EU Wahl. Wichtige Rahmenbedingungen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssen gewährleistet sein. „Österreich bekommt in vielen Bereichen wie etwa beim Arbeitsmarkt, bei Quoten, bei der Kinderbetreuung, bei Ganztagesschulen und beim Gewaltschutz Rückenwind von der EU. Den wollen wir nutzen“, stellt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek klar. Und Spitzenkandidat Eugen Freund ergänzt: „Für uns SozialdemokratInnen ist die Gleichstellung von Mann und Frau prioritär. Das trifft auf die Konservativen nicht zu. Sie haben im EU Parlament gegen gleichen Lohn für gleiche Arbeit gestimmt. Es ist daher nicht egal, wer am 25.Mai die Mehrheit bei der Wahl zum Europäischen Parlament hat.“

Mehr Chancen und Lohngerechtigkeit
Um die Chancen von Frauen zu erhöhen, nimmt die EU sehr viel Geld in die Hand. Der Anteil von Frauen in der Arbeitswelt ist in den vergangen Jahren laufend gestiegen. Der Europäische Sozialfonds unterstützt viele Arbeitsmarktprogramme für Frauen. Gefördert werden Initiativen zur Beschäftigung sowie Bildungs- und Weiterbildungsprogramme. Auch das Schließen der Lohnschere ist in der EU ein wichtiges Thema. Schritt für Schritt sollen alle Benachteiligungen abgebaut werden.

Kinderbetreuung und Ganztagsschulen
Beruf und Job müssen gut vereinbar sein. Flächendeckende Kinderbetreuung, auch für die Unter-Dreijährigen, ist ein wichtiges Ziel für die EU. Bei den Schulen geht der Trend in ganz Europa in Richtung mehr Ganztagesbetreuung. In Österreich investiert die Regierung in den kommenden Jahren eine dreiviertel Milliarde Euro in den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und Ganztagsschulen.

Zahlen, Daten, Fakten zur Europäischen Union

Bevölkerung Europäische Union (Quelle: Eurostat 2013)
Gesamt: 505.701.172
Frauen: 259.544.303
Männer: 246.156.869

Erwerbstätigenquote: (Quelle: Eurostat 2012)
Gesamt: 68,4 Prozent
Frauen: 62,3 Prozent
Männer: 74,5 Prozent

Gehaltsschere Männer und Frauen: (Quelle: Eurostat 2012, Statistik Austria)
EU: 16,4 Prozent
Österreich: 23,2 Prozent
Tirol: 26,1 Prozent

Die EU forciert Frauen in Spitzenpositionen. Das hilft uns auch in Österreich.
Frauen in Leitungsorganen großer börsennotierter Unternehmen: EU 17 %, Österreich 12 %
Die EU macht sich für Gewaltschutz stark. Das bedeutet auch Geld für Fraueninitiativen in Österreich.

Die EU will, dass zumindest jedes 3. Kind unter 3 Jahren einen Krippenplatz hat. In Österreich investieren wir dafür 350 Mio. Euro.