Nationalrat – Wurm: Kinderbetreuungsmillionen sind bestens eingesetztes Geld

Budget trägt Wunsch der Eltern nach Vereinbarkeit Rechnung

Gisela Wurm, SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin, hebt heute, Mittwoch, im Zuge der Budgetdebatte im Nationalrat den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, die Bildungseinrichtungen sind, positiv hervor: "Hier werden 380 Millionen Euro investiert, die den Eltern und Kindern in Österreich nützen. Damit wird der Mut zum Kind gefördert und dem Wunsch von Eltern Rechnung getragen, Beruf und Familie vereinbar zu machen. Diese Kinderbetreuungsmillionen sind bestens eingesetztes Geld, denn es nützt jungen Vätern und Müttern."

Die Krise, die seit 2008 Folgewirkungen hat, ist laut Wurm die härteste seit den 30er Jahren. Zusätzlich muss das erdrückende Erbe von Jörg Haider in Form der Hypo bewältigt werden. "Es sind folglich schwierige Rahmenbedingungen, um ein Budget zu erstellen. Dennoch ist es gelungen, wichtige Akzente, beispielsweise für die ArbeitnehmerInnen zu setzen", erläutert Wurm und nennt zu Beginn die Beschäftigungsinitiative 50+.

"Ältere ArbeitnehmerInnen müssen die Möglichkeit bekommen, länger in Beschäftigung zu bleiben und darin unterstützt werden, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, wenn sie zuvor einen solchen verloren haben. Man macht es sich zu leicht, wenn man einfach das Pensionsalter heben möchte und sonst keine Maßnahmen trifft. Damit erschwert man älteren Menschen, die nur schwierig einen Arbeitsplatz finden", klärt Wurm auf. In diesen Bereich zu investieren, ist für Wurm eine "menschliche Initiative".

Abschließend begrüßt Wurm die gleichstellungspolitischen Akzente des Budgets der Regierung. "Es ist erfreulich, dass die Hälfte der Gelder, die investiert werden, für Arbeitnehmerinnen reserviert sind. Denn gerade für Frauen über 50 ist es oft schwierig, einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden, der auch fair bezahlt ist. Dass das Frauenbudget gleich hoch geblieben ist, stellt ein wichtiges Signal dar, denn mit diesen Geldern ist die notwendige Arbeit für Frauen in Österreich weiterhin gesichert."

 

Foto: Johannes Zinner