Oberhauser: Geschlechterklischees bei der Berufswahl aufbrechen

Girls Day ist gute Gelegenheit gesamte Bandbreite bei Berufswahl kennen zu lernen

"Mädchen auch jenseits der traditionellen Rollenbilder die gesamte Bandbreite bei der Berufswahl näher zu bringen und ihr Interesse für technische Berufe zu wecken, sind Ziele des Girl's Day. Aber es geht auch darum, Unternehmen auf das Potential der Mädchen aufmerksam zu machen. Denn es ist nicht akzeptabel das Mädchen und junge Frauen bei der Berufswahl immer noch mit Aussagen wie "das ist kein Beruf für Mädchen" demotiviert werden und sich enttäuscht abwenden.", so die ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende und Vizepräsidentin Sabine Oberhauser anlässlich des heutigen Töchtertages.

"Die Hälfte der erwerbstätigen Mädchen und junge Frauen wählt bei der Ausbildungs- und Berufswahl aus einer der drei Dienstleistungsbrachen: Handel, Gesundheits- und Sozialwesen und Beherbergungs- und Gaststättenwesen. Wir müssen mehr Mädchen für die traditionellen Männerberufe, wie etwa Mechaniker oder Sofware-Techniker, interessieren, sonst bleibt auch die Einkommensschere einzementiert. Bei den klassischen "Mädchenberufen" gibt es im ersten Lehrjahr zehn Prozent weniger Geld, im dritten Lehrjahr bereits 35 Prozent.", erinnert Oberhauser daran, dass sich Einkommensunterschiede schon frühzeitig auftun . "Beim heutigen Girl's Day geht es aber nicht nur um Information, sondern die Mädchen sollen selbst aktiv werden. Da sie in den Arbeitsalltag einbezogen werden, können sie viele neue Dinge ausprobieren und sich so ein umfassendes Bild über den jeweiligen Beruf machen. In diesem Sinne wünsche ich den Mädchen einen interessanten und spannenden Töchtertag.", so Oberhauser abschließend.