Kucharowits: Bildungspolitik besteht aus mehr als aus Tests

Augenmerk auf Chancengerechtigkeit für alle SchülerInnen, Ausbau der Ganztagsschulplätze und mehr Autonomie für Schulen richten

SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits sagt nach der ORF-"Pressestunde", dass Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek mit dem Stopp des Pisa-Tests richtig gehandelt hat. Für einige Reaktionen der Opposition hat die Abgeordnete kein Verständnis: "Die Kritik am Pisa-Stopp erweckt den Eindruck, als würde die Opposition den Pisa-Test über den Schutz personenbezogener Daten stellen", kritisiert Kucharowits gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Klar ist außerdem, dass Bildungspolitik bedeutend mehr ausmacht als das Absolvieren jedes Tests."

Die SPÖ-Jugendsprecherin ruft in Erinnerung, was jetzt und in den kommenden vier Jahren an wirklich essentiellen Reformen in Angriff genommen wird, etwa der Ausbau qualitätsvoller Kinderbetreuungsplätze – denn die Kindergärten und Kinderkrippen sind die ersten Bildungseinrichtungen für Kinder -, der Ausbau der Ganztagsschulplätze oder die Stärkung der Volksschulen, um Begabungs-, Förder- und Stützmaßnahmen in allen Bereichen schulautonom zu setzen. "Dazu gehören aber auch Maßnahmen wie Berufs- und Bildungswegorientierung für Jugendliche, politische Bildung, die stärkere Einbindung von SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen in Schulangelegenheiten bis hin zu ganz konkreten Anliegen wie die Verbesserung des Zugangs zu elektronischen Medien für Schulen und SchülerInnen", betont Kucharowits. Über allem stehe, allen Kindern gerechte Chancen auf hochwertige Bildung zukommen zu lassen. "Das, liebe KollegInnen, sind die Dinge, auf die wir unser Augenmerk richten sollten", unterstrich Kucharowits.

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS