Hakel: Gläserne Decke in der Kunst muss durchbrochen werden!

Kunst und Kultur trotz Fortschritten bei Geschlechtergerechtigkeit nach wie vor in Männerhand – Regierungsprogramm legt Fokus auf Frauenförderung

SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel betont im Vorfeld des morgigen Internationalen Frauentags, dass Kunst und Kultur noch immer männerdominiert sind. "Die gläserne Decke in der Kunst ist kein Naturgesetz, sie kann und sie muss durchbrochen werden", sagte Hakel heute, Freitag. "Obwohl es in der Kunst und Kultur Fortschritte in Sachen Geschlechtergerechtigkeit gibt, sind vor allem die Kunst- und Kultureinrichtungen nach wie vor fest in Männerhand. Umso wichtiger ist es daher, dass die Regierung Faymann in ihrem Regierungsprogramm einen deutlich Schwerpunkt auf die Frauenförderung im Kunst- und Kulturbereich gelegt hat", betonte Hakel gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Die SPÖ-Kultursprecherin verwies darauf, dass Auswertungen von Statistiken stets zu ähnlichen Befunden führen, die den Handlungsbedarf hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit deutlich vor Augen führen. "Dort, wo Geld und hohe Aufmerksamkeit zusammenkommen, gibt es einen Männerüberhang. Je größer die jeweilige Einrichtung ist und je höher Gagen und Preisgelder sind, desto weniger Frauen finden sich in den Statistiken", betonte Hakel. Sinnvoll wäre es daher, kulturelle Einrichtungen zur Berichtlegung zu verpflichten. "Denn Berichte und Statistiken machen Ungleichverhältnisse sichtbar und schaffen damit die Basis für wirksame Maßnahmen, um diese Unausgewogenheit zu beseitigen", sagte Hakel.

Als wichtigen Fortschritt wertet die SPÖ-Kultursprecherin die Tatsache, dass der Kulturbericht bereits um eine Statistik zur Genderverteilung erweitert wurde. Auch der Kunstbericht beinhaltet seit Jahren ein eigenes Kapitel zur Kunstförderung und zum Thema Gender Budgeting, in dem u.a. die Anzahl und Höhe der Förderungen für Männer und Frauen ausgewiesen werde. "Dieser Weg sollte fortgesetzt und ausgeweitet werden", ergänzte Hakel. Auch Initiativen wie Frauenvernetzungsprojekte oder spezielle Mentoringprogramme seien "Best-Practice-Beispiele, die zeigen, wie es gelingen kann, die gläserne Decke in der Kunst zu durchbrechen", sagte Hakel.

 

Foto: Parlamentsdirektion/SIMONIS