Brunner zu AK-Studie: Frauenanteil in den Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen ist Vorbild für Privatwirtschaft

Selbstverpflichtung zur Quotenregelung zeigt Wirkung

"Immer noch gibt es viel zu wenige Frauen in Österreichs Vorständen und Aufsichtsräten, wie uns heute die aktuelle AK-Studie wieder einmal eindrucksvoll vor Augen führt. Ein Lichtblick sind aber die staatsnahen Unternehmen, in denen der Frauenanteil in den Aufsichtsräten auf 33 Prozent gestiegen ist", sagte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zum AK Management Report 2014. "Das zeigt, dass der Quotenstufenplan für staatsnahe Unternehmen eine positive Veränderung gebracht hat." Die Selbstverpflichtung der Regierung, hier bis 2018 zumindest eine Frauenquote von 35 Prozent in Aufsichtsräten in staatsnahen Unternehmen zu erreichen, zeige Wirkung.

"Im Regierungsprogramm wurde die Regelung in den staatsnahen Unternehmen als Vorbild für die Privatwirtschaft festgehalten, das ist ein wichtiger Schritt", erklärte Brunner. Von den insgesamt 285 vom Bund entsandten Aufsichtsratsmitgliedern (in jenen 55 Unternehmen, an denen der Staat mit mehr als 50 Prozent beteiligt ist) sind 94 Frauen. Das ist ein Frauenanteil von 33 Prozent.

Frauenministerin Gabi Heinisch-Hosek setzt sich in Österreich beharrlich für ein Steigerung des Frauenanteils in den Führungsetagen ein. "Wir dürfen nicht locker lassen. Die Wirtschaft muss weiblicher werden", betonte Brunner.