SPÖ Frauen gedenken mit einer Aktion „der großen Frauenpolitikerin Johanna Dohnal“

Auf ihren Errungenschaften kann die Frauenpolitik auch heute noch aufbauen

Heute, am 14. Februar, wäre Johanna Dohnal 75 Jahre alt geworden. Die SPÖ-Frauen nahmen sich dies zum Anlass, um der Frauenpolitikerin mit einer Aktion beim Johanna-Dohnal-Platz in Wien zu gedenken. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Staatssekretärin Sonja Steßl, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger verteilten rote Nelken und sprachen mit PassantInnen über Johanna Dohnal und Frauenpolitik. "Von den Leistungen der großen Frauenpolitikerin Johanna Dohnal können wir heute noch zehren. Auf ihrer Arbeit, auf viele der Veränderungen, die sie eingeleitet hat, können wir heute noch aufbauen", erklärte Heinisch-Hosek und betonte: "Auf ihre vielen Errungenschaften für die Frauen sind wir sehr stolz."

Frauen als eigenständige, unabhängige Menschen zu sehen und die Prämisse, dass Frauenrechte Menschenrechte sind, ist für Heinisch-Hosek neben der Familienrechtsreform, den Gewaltschutz-Maßnahmen und den Frauenhäusern eine der ganz entscheidenden Leistungen, die Dohnal in die Frauenpolitik eingebracht hat. "Tabuthemen wie Gewalt gegen Frauen wurden davor ganz einfach nicht besprochen. Es gehört daher zu den größten Errungenschaften, dass das Thema, Frauen als eigenständige, mit Rechten ausgestattete Menschen zu betrachten, von ihr immer wieder aufs Tapet gebracht wurde. Sowohl, was das Recht auf ein angstfreies und gewaltfreies Leben betrifft, als auch das Recht auf ein eigenes Einkommen, von dem man leben kann. Das hat sie mit Akribie bis an ihre persönlichen Grenzen vorangetrieben." Und was wären die drei wesentlichen Attribute, die Heinisch-Hosek Johanna Dohnal zuschreiben würde? "Stark, konsequent, kämpferisch!"

"Johanna Dohnal war unermüdlich im Einsatz für die Verbesserung der Situation der Frauen", würdigte auch Sonja Steßl die große Frauenpolitikerin. "Wir haben schon sehr, sehr viel erreicht, auch unter der Ägide von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Aber natürlich gibt es noch viel zu tun und im Sinne Johanna Dohnals, die so unermüdlich für die Frauen aktiv war, werden wir auch weiterhin unermüdlich die Sache der Frauen vorantreiben", betonte Steßl. Die Finanzstaatssekretärin erinnerte daran, dass Johanna Dohnal für so vieles ausschlaggebend war, das zu einer Verbesserung der Situation der Frauen geführt hat. Als eine der hervorstechenden Errungenschaften hob Steßl die Gleichbehandlungsgesetze im Öffentlichen Dienst hervor. Welche drei Attribute würde Sonja Steßl Johanna Dohnal zuschreiben? "Stark, solidarisch und unermüdlich!"

Weiters wurde von den SPÖ Frauen ein Zitatenbüchlein mit 75 Aussagen Dohnals verteilt, "ein Erinnerungs-Büchlein", wie Heinisch-Hosek sagte. Darin ist unter anderem zu lesen: "Was soll denn das heißen, eine Frau hat Mann und Kinder zu versorgen? Sind Männer denn hilflos und unmündig?"; "Frauen sind keine politischen Almosenempfängerinnen."; "Die Verantwortung des Staates ist auch für die sogenannte private Gewalt gegeben. Gewalt in der Familie muss als das gesehen werden, was es ist: eine gravierende Menschenrechtsverletzung."; "Nur eine Frauenorganisation, die lästig ist, hat eine Existenzberechtigung.".