Internationaler Tag der MigrantInnen – Bayr: 232 Millionen Menschen leben nicht in deren Geburtsland

Kosten für Rücküberweisungen müssen gesenkt werden

Anlässlich des Internationalen Tages der MigrantInnen am 18. Dezember betont Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, die Bedeutung von Rücküberweisungen für Entwicklung: "Rücküberweisungen werden 2013 nach Schätzungen der Weltbank etwa 414 Milliarden US-Dollar betragen. Diese leisten einen riesigen Beitrag zur Entwicklung der Herkunftsländer." Bayr unterstützt die Forderung des EU-Rates gegenüber den G8 und G20, die Transferkosten von 10 Prozent auf 5 Prozent zu senken und das Überweisungsprozedere zu vereinfachen: "Dass etwa 10 Prozent bei offiziellen Überweisungen als Gebühren bezahlt werden müssen, ist nicht gerechtfertigt. Es gilt zu bedenken, dass MigrantInnen leider sehr oft überqualifiziert unterbezahlte Jobs ausüben müssen und dann auch noch enorme Gebühren für die Überweisungen zu verrechnen ist schlichtweg ungerecht", sagt Bayr am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Das Volumen der Rücküberweisungen wächst in den letzten Jahren kontinuierlich an. Für manche Herkunftsländer sind Rücküberweisungen ein enorm wichtiger Anteil am Bruttonationaleinkommen. 48 Prozent des BNE von Tajikistan besteht aus remittances. In Nepal und Lesotho sind es 25 Prozent. "Remittances übersteigen die öffentlichen Leistungen für Entwicklungszusammenarbeit bei weitem und leisten wichtige Impulse. Diese gilt es bestmöglich zu nutzen", fordert Bayr.

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