Bayr fordert zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen: „Status von Frauen verbessern und Frauenrechte stärken“

Gewalt ist eine Schande für die Gesellschaft

"Gewalt gegen Frauen ist und bleibt eine Schande für die Gesellschaft", stellt Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November fest. Laut Angaben der Vereinten Nationen erleiden weltweit bis zu 70 Prozent aller Frauen eine oder mehrere Formen von Gewalt, "eine unfassbare Zahl", kommentiert Bayr. Verschiedene Formen der Gewalt, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt sind Ausdruck diskriminierender Strukturen gegenüber Frauen. Weil Gewalt eine Verletzung der Menschenrechte ist, reiche es laut Bayr nicht aus, die Strafen bei Gewaltverbrechen zu verschärfen. "Die Rechte der Frauen, ihr sozialer, ökonomischer und politischer Status müssten gestärkt werden, um strukturelle Gewalt zu vermeiden", ist die Nationalrätin überzeugt.

Die Folgen von Gewalt gegen Frauen sind weitgreifend. Neben seelischen und körperlichen Wunden entstehen unmittelbare Kosten durch medizinische Behandlungen etwa und mittelbare Kosten durch Spätfolgen, wie dauerhafte seelische und körperliche Erkrankungen und Arbeitsunfähigkeit. "In der post1015 Architektur, also der Zeit nach den Millennium Entwicklungszielen, muss der Einsatz von Gewalt gegen Frauen stark verankert sein", fordert Bayr, um das Phänomen strukturell zu beseitigen. "So genannte Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Säureattacken, Vergewaltigungen sowie andere Formen der körperlichen und seelischen Gewalt gegen Frauen dürfen nicht länger toleriert werden", fordert Bayr.

Foto: Parlamentsdirektion