SP-Brauner/Frauenberger zu Equal Pay Day: Wien fördert Karrierechancen!

Mehr Verteilungsgerechtigkeit durch bessere Chancen im Beruf

Wien begeht morgen, am 22. Oktober, als letztes Bundesland den Equal Pay Day: Dieser Tag markiert jenen Zeitpunkt, an dem Männer im Durchschnitt bereits so viel verdient haben, wie Frauen erst zu Jahresende. Die Wienerinnen arbeiten somit ab morgen bis zum Jahresende quasi unbezahlt. Österreichweit fand der Equal Pay Day bereits am 8. Oktober statt, im Bundesländervergleich ist die Einkommensschere in Wien mit 19,2 Prozent am geringsten. Daher findet der Wiener Equal Pay Day erst zwei Wochen später statt und konnte sich in Vergleich zum Vorjahr nochmal um drei Tage verbessern. "Das ist das Ergebnis einer engagierten, umsichtigen Frauen-und Gleichstellungspolitik. Jedoch steht für uns fest, dass der Kampf für absolute Verteilungsgerechtigkeit mit voller Kraft weitergeht!", betonte die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner am Montag bei einer Fotoaktion des Wiener SPÖ Frauen-Präsidiums mit den Stadträtinnen Sandra Frauenberger und Sonja Wehsely, den Nationalratsabgeordneten Petra Bayr und Andrea Kuntzl, sowie Frauensekretärin Aline-Marie Hoffmann und vielen mehr.

"Fakt ist, dass Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege immer noch überwiegend reine Frauenangelegenheiten sind. Diese Doppelbelastung führt zu schlechteren Karrierechancen und langfristig zu einem schlechteren Verdienst", hält Vizebürgermeisterin Renate Brauner fest. Daher ist es von enormer Bedeutung, die Jobchancen von Frauen gezielt zu verbessern. In Wien bietet der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) mehrere Programme für Wiedereinsteigerinnen und Karrieremaßnahmen für Frauen. "Mit diesen Programmen, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen am Arbeitsmarkt zugeschnitten sind, stärken wir Frauen gezielt den Rücken und unterstützen sie dabei, ihre Karrierechancen zu nützen!", so Brauner.

Mit dem Gratis-Kindergarten, Quoten und Einkommenstransparenz auf Stadtebene, mit der Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an frauenfördernde Maßnahmen sowie durch zielgenaue Frauenförderungsprogramme wird in Wien die Einkommensschere Schritt für Schritt geschlossen. "Wir setzen an unterschiedlichsten Hebeln an, damit alle Wienerinnen sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können!", betont Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.

Quoten wirken!

Um die Schließung der Einkommensschere voranzutreiben, sind für die Wiener SPÖ Frauen auch verpflichtende Quoten für Vorstände und Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen unerlässlich. "Die Quote wirkt und ist ein zentrales Instrumentarium, um Verteilungsgerechtigkeit Schritt für Schritt umzusetzen! Denn freiwillig gibt kein Mann die Hälfte der Macht ab!", so Frauenberger. Hierbei zeigt die Stadt Wien vor, wie es geht: Bereits seit 1997 gibt es eine gesetzliche 50-Prozent-Frauenquote. Seither steigt die Zahl der Frauen in den Führungsetagen der Stadt kontinuierlich: 2012 waren bereits 22 von 60 Magistratsabteilungen in Frauenhand. Das entspricht einem Frauenanteil von 37 Prozent. Zum Vergleich: 1997 standen nur 5 Prozent der Magistratsabteilungen unter weiblicher Führung. "Diese Zahlen belegen: Die Quote wirkt und ist unerlässlich!", so Frauenberger. "Zudem geht es uns darum, die ungerechte Verteilung von unbezahlter Arbeit zu beenden. Männer sind in einer PartnerInnenschaft genauso für Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege verantwortlich. Die Stadt Wien thematisiert genau das im Zuge der aktuellen Kampagne '4 Wände 4 Hände'."

Fest steht: Durch eine verantwortungsvolle Frauen- und Arbeitsmarktpolitik verdienen die Wienerinnen am meisten, sind am besten ausgebildet und auch die Erwerbsquote liegt hier über dem österreichischen Durchschnitt. "Diesen Wiener Weg werden wir konsequent weitergehen, bis Frauen dort hinkommen, wo sie hingehören – an die Spitze!", so Brauner und Frauenberger abschließend.

Alle Infos zu den waff-Weiterbildungsmaßnahmen gibt es beim waff-Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung; Tel. 217 48 – 555; Nordbahnstraße 36, 1020 Wien, www.waff.at Informationen zu "4 Wände 4 Hände": http://4waende4haende.at/