Bayr zum zweiten Weltmädchentag: Neue Ideen, um Mädchen Bildung zu ermöglichen

Mädchen müssen gleichen Zugang zu Bildung wie Burschen haben

Zum zweiten Weltmädchentag am 11. Oktober fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, neue Wege zu gehen, um Mädchen Zugang zu Bildung zu ermöglichen: "Oft sind es große Hürden und tiefgreifende Strukturen, deretwegen Mädchen nicht in die Schule gehen: Ihre Eltern haben nicht genug Geld, um Söhne und Töchter ausbilden zu lassen und bevorzugen die Söhne, oder Mädchen werden schon im Teenageralter verheiratet, in der Folge zu früh schwanger, und können dann nicht mehr in die Schule gehen", betont Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Manchmal sind es aber kleinere Hürden, die leichter genommen werden können. Etwa, dass es in der Schule keine getrennten Toiletten gibt. Solche Probleme kann man leichter lösen, man muss sicher ihrer nur bewusst sein und sie gezielt angehen."

Durch viele Maßnahmen wie die gezielte Förderung von Mädchen, aber auch Verbesserungen im öffentlichen Verkehr, der Mädchen sicher in die Schule und wieder zurück bringt, oder durch warme Mahlzeiten in Schulen, gab es in den letzten beiden Dekaden Fortschritte im Zugang zu Bildung für Mädchen. 1990 kamen auf 100 Burschen, die lesen und schreiben konnten, 90 Mädchen, 2010 waren es bereits 95. "Weltweit wird der Abstand zwischen männlichen und weiblichen AnalphabetInnen immer geringer, wir wollen aber mehr: Frauen brauchen gleichen Zugang zu höherer Bildung wie Männer und Frauen müssen endlich gleich wie Männer entlohnt werden, und zwar weltweit", fordert Bayr.
 

Foto: Parlamentsdirektion/Ranz