Wurm: ÖVP will offenbar Frauenministerium abschaffen

"Das ist ein herber Schlag für Österreichs Frauen, dass die ÖVP-Frauen Familien- und Frauenagenden zusammenlegen wollen und das auch noch unter Führung eines Mannes. Was nichts anderes als die Abschaffung des Frauenministeriums bedeuten würde", so SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm zu den heutigen Aussagen der ÖVP-Frauen. "Hier wird von der ÖVP ganz offen mit Schwarz-Blau geliebäugelt. Wir erinnern uns noch mit Schrecken an die Anti-Frauenpolitik dieser Zeit und den damaligen 'Frauen'-Minister Haupt", so Wurm.

Auch der Rest der ÖVP-Frauen-Forderungen sei hauptsächlich reine Klientelpolitik für Besserverdienende und Anreize, Frauen länger vom Beruf fernzuhalten. Als Beispiel nannte Wurm die zentrale Forderung der ÖVP-Frauen nach einem Steuerabsetzbetrag von 7.000 Euro pro Kind und Jahr. "Schön für ein paar Großverdiener, dem Großteil der österreichischen Familien und Frauen bringt das gar nichts", so Wurm.

Nach der vorzeitigen Anhebung der Frauenpensionen und dem 12-Stunden-Arbeitstag komme jetzt die Abschaffung des Frauenministeriums. "Die ÖVP hat sich offenbar von einer Politik für die Frauen verabschiedet, setzt Familien- und Frauenpolitik gleich und will jetzt auch noch die Frauenagenden in Männerhände legen. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig eine SPÖ-Frauenministerin ist, die für die Anliegen der Frauen und die Verbesserung ihrer Lebensrealitäten kämpft und das in der Regierung auch durchsetzt, wie Frauenministerin Gabi Heinisch-Hosek es tut", so Wurm.

 

Foto: Parlamentsdirektion/Wilke