Wurm: 12-Stunden-Arbeitstag ist weiterer ÖVP-Anschlag auf berufstätige Frauen

Frauenbarometer zeigt: "ÖsterreicherInnen wollen mehr Kinderbetreuung"

"Nach der ÖVP-Attacke mit einer vorzeitigen Anhebung der Frauenpensionen, kommt mit der Forderung nach einem 12-Stunden-Arbeitstag gleich der nächste ÖVP-Anschlag auf berufstätige Frauen", kritisierte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die wöchentlichen Verunsicherungen berufstätiger Frauen. Schon jetzt ist es für viele Frauen mit Kindern sehr schwierig überhaupt einen Vollzeitjob anzunehmen, weil es nicht genug ganztägige Betreuungsplätze gibt. Aber das Familienleben und die Gesundheit auch noch mit 12-Stunden-Arbeitstagen oder sogar mehr zu belasten, wie ÖVP-Chef Spindelegger das will, wird es mit der SPÖ nicht geben", stellte Wurm klar.

Der aktuelle Frauenbarometer, den Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute präsentiert hat, bestätige ganz eindeutig die Politik der SPÖ, so Wurm. Die ÖsterreicherInnen wollen mehr Kinderbetreuung. Rund 80 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen wollen einen raschen Ausbau der Ganztagsbetreuung von Kindergarten- und Schulkindern. Und 68 Prozent wollen einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr. "Das zeigt, dass wir mit Ausbauprogramm und den Investitionen in die Betreuungsplätze richtig gehandelt haben – oft auch gegen großen Widerstand aus der ÖVP", so Wurm.

Die Pläne für die nächste Legislaturperiode sehen noch weitere 100 Millionen Euro pro Jahr für den Ausbau der Kinderbetreuung – für die nächsten vier Jahre, ohne dass die Länder etwas dazuzahlen müssen. Diese Investitionen helfen nicht nur Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen, sondern sie bringen auch zusätzliche Arbeitsplätze. "Wir kämpfen dafür, dass es Frauen und Männern leichter gemacht wird, Beruf und Familie zu verbinden. Verschlechterungen und Belastungen von berufstätigen Frauen und Männern wird es mit uns nicht geben", betonte Wurm.
 

Foto: Parlamentsdirektion/Wilke