SP-Bayr begrüßt weitere Unterstützung für syrische Flüchtlinge

600.000 Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds unter anderem für die Versorgung von schwangeren Frauen und Opfern sexueller Übergriffe

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, begrüßt den heutigen Beschluss des Ministerrates, weitere Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Unterstützung der syrischen Flüchtlinge bereitzustellen: "Die Situation in den Flüchtlingslagern ist teilweise menschenunwürdig. Der österreichische Beitrag von 600.000 Euro ist mehr als nötig." Bayr zeigt sich zudem erfreut, dass die Mittel besonders zur Unterstützung von Frauen verwendet werden sollen: "Vor allem Frauen und Mädchen sind nach der Flucht vor der lebensbedrohenden Situation in ihrer Heimat in den Flüchtlingslagern weiteren Gefahren wie sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Es ist sehr gut, dass die österreichische Bundesregierung im Ministerratsbeschluss für die Unterstützung der Flüchtlinge die Versorgung von Opfern sexueller Gewalt und auch die Betreuung von Schwangeren explizit anführt."

Laut eines Berichtes von UNHCR, dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen, ist die Lage in den Camps besorgniserregend. Sexueller Missbrauch und Zwangsprostitution, Gewalt, Zwangsarbeit und die Rekrutierung von KindersoldatInnen, stünden auf der Tagesordnung. "Es gilt außerdem zu bedenken, dass in Konfliktsituationen Gewalt und sexuelle Gewalt verstärkt auftreten. Zugang zu Verhütungsmitteln, die vor sexuell übertragbaren Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften schützen, sowie Notfallverhütung und die Versorgung von schwangeren Frauen ist essentiell", stellt Bayr fest. UNHCR schätzt, dass zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarländern Jordanien, Libanon und Irak Zuflucht finden müssen.