Binder-Maier/Stadler/Königsberger-Ludwig: SPÖ fordert 1.500 Euro Mindestlohn für Vollzeitjobs in allen Branchen

SPÖ-Frauen starten mit der "Superheldin" in den Wahlkampf

Mit der Aktion 'Superheldin' wollen wir aufzeigen, wie viel Frauen leisten. Durchschnittlich leistet jede Frau pro Jahr 1.400 Stunden an unbezahlter, privater Arbeit. Für uns sind deshalb alle Frauen 'Superheldinnen'", so SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Binder-Maier. "Die SPÖ will die Leistungen von Frauen hervorheben, mit ihnen ins Gespräch kommen und wir wollen unsere politischen Ziele vorstellen. Denn es müssen noch viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, damit Frauen das Leben führen können, das sie selbst wählen. Es gilt, für viele Lebensentwürfe Rahmenbedingungen durch Vielfalt und Möglichkeiten zu schaffen", erklärt der gf. SPÖ NÖ Landesparteivorsitzende Mag. Matthias Stadler.

In allen NÖ Bezirken wird es deshalb Aktionen mit der "Superheldin", einer Aufstellfigur zum Fotografieren, geben. Vom Fest für Superheldinnen, Straßen- und Verteilaktionen über Einladungen zum Verwöhnen lassen bis hin zu Coffee-to-go-Aktionen mit der Jungen Generation sind die Veranstaltungen vielfältig. "Die Termine auf unserer Homepage werden täglich aktualisiert", so Binder-Maier: "Folder, Schlüsselanhänger und Autoaufkleber können auch bestellt werden. Telefonisch unter 02742/2255 oder unter www.noe-frauen.spoe.at. Besonders interessant wird auch die Kick-Off Veranstaltung am Sonntag, den 25. August im Flugzeugmuseum in Wr. Neustadt mit der NÖ-Spitzenkandidatin für die SPÖ, Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek mit dem Titel: 'Wahl 2013: Informieren. Mobilisieren. Überzeugen.'"

Um Frauen zu entlasten, soll der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze vorangetrieben werden, so Matthias Stadler: "Kinderbetreuungseinrichtungen ab dem ersten Lebensjahr ermöglichen Eltern, Beruf und Familie zu vereinbaren, die Kinder werden gefördert und gefordert." Als Ziel in der Kinderbetreuung ist das Barcelona-Ziel anzustreben. Das bedeutet eine Betreuungsquote von 33 Prozent bei den Kindern bis zu zwei Jahren und eine Betreuungsquote von 90 Prozent bei den Drei- bis Fünf-Jährigen: "In NÖ liegt diese Quote bei den bis zu Drei-Jährigen bei 21,2 Prozent – d.h. es fehlen niederösterreichweit rund 5.000 Kleinkinderbetreuungseinrichtungen", sagt Stadler. Auch der Papamonat solle vielen Vätern ermöglicht werden, erklärt Stadler: "Väter wollen ebenfalls eine Bindung zu ihren Kindern aufzubauen und die ersten Entwicklungsschritte hautnah miterleben."

Die Tatsache, dass Männer meist höhere Einkommen haben, ist das wichtigste Argument für die traditionelle Rollenaufteilung. Dazu kommt die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familienbetreuungspflichten. Frauen haben deshalb oft keine andere Wahl, als sich für eine Teilzeitbeschäftigung zu entscheiden. Laut Statistik Austria wollten nur 19 Prozent der teilzeitbeschäftigten Erwerbstätigen keine Vollzeitbeschäftigung. 38 Prozent mussten wegen Betreuung von Kindern bzw. pflegebedürftigen Erwachsenen einer Teilzeitarbeit nachgehen, neun Prozent haben keine Vollzeitstelle gefunden. Dazu hat Teilzeitarbeit auch Auswirkungen auf die Pensionen. "22 Prozent der vollzeitbeschäftigten Frauen verdienen weniger als 1.500 Euro. Niemand soll für einen Vollzeitjob weniger als 1.500 Euro bekommen – deshalb fordert die SPÖ ein Brutto-Mindestgehalt in dieser Höhe", so NR Ulrike Königsberger-Ludwig: "Viele Frauen sind in Dienstleistungsberufen beschäftigt, die schlecht bezahlt werden. Das soll sich ändern, weil eine Pflegehelferin genauso schwer arbeitet wie ein Bauarbeiter." Bei den Vollzeitbeschäftigten verdienen Frauen im Schnitt um ein Fünftel weniger als Männer. Die Einkommensschere schließt sich, aber zu langsam.

Die SPÖ-Frauen wollen: – Einen Brutto-Mindestlohn von 1.500 Euro für alle Branchen – Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Familienbeihilfe massiv erhöhen – Mindestens 100 Millionen Euro für Kinderbetreuungsplätze – Mehr Väter in Karenz

Die wichtigsten Errungenschaften der vergangenen Jahre auf einen Blick: – Einkommenstransparenz für mehr Lohngerechtigkeit – 30.000 neue Kinderbetreuungsplätze – Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld – Besserer Gewaltschutz – PendlerInnenpauschale für Teilzeitkräfte – Eingetragene PartnerInnenschaft – Frauenquoten in staatsnahen Unternehmen.